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„Erblichkeit ist kein Gesetz“, sagt Mrs. Eddy...

Aus der April 1962-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


„Erblichkeit ist kein Gesetz“, sagt Mrs. Eddy auf Seite 178 des Lehrbuchs „Wissenschaft und Gesundheit“. Diese Erklärung wurde vor ungefähr 30 Jahren in unserer Familie bewiesen. Ein Neffe kam im Alter von zwölf Jahren zu uns, um mit uns in unserem Heim zu leben. Zu der Zeit ließ er sich jede Woche von einem Arzt untersuchen, damit festgestellt würde, ob er zuckerkrank sei oder nicht. Sein Vater, sein Onkel und seine Großtante waren schon sehr frühzeitig an Zuckerkrankheit gestorben.

Nachdem er sechs Monate lang bei uns gewesen war, bat er um die Erlaubnis, zusammen mit unseren Töchtern die christlich-wissenschaftliche Sonntagsschule besuchen zu dürfen. Er besuchte die Sonntagsschule dann regelmäßig und las jeden Tag einen Teil der Lektionspredigt aus dem Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft. Als er 16 Jahre alt war, zeigten sich Anzeichen von Zuckerkrankheit, und er wurde sehr krank. Es war eine beängstigende Erfahrung, und unser Neffe schien langsam dahinzusiechen.

Seine Großmutter väterlicherseits forderte ihn auf, sich untersuchen zu lassen und sich in ärztliche Behandlung zu begeben, aber der Junge lehnte dies ab. Er sagte er habe in früheren Jahren viel ärztliche Hilfe gehabt und wolle sich jetzt einzig und allein auf Gott verlassen; daher erhielt er christlich-wissenschaftliche Behandlung von einem hingebungsvollen Ausüber, der gleichzeitig auch sein Sonntagsschullehrer war. Die Großmutter sagte, sie könne es nicht ertragen zuzusehen, wie er dahinsieche, und er würde sterben wie die anderen.

Nachdem der Junge zwei Monate lang christlich-wissenschaftliche Behandlung erhalten hatte, begann sich sein Zustand plötzlich zu bessern. Er bekam wieder Appetit, er erwachte jeden Morgen mit größerer Freudigkeit und Frische, und das Verlangen, mit anderen Jungen ins Freie zu gehen, zeigte uns, daß er auf dem Wege der Genesung war. Innerhalb weniger Wochen wurde er befreit von der Knechtschaft der sogenannten ererbten Zuckerkrankheit. Mit 20 Jahren bestand er alle körperlichen Untersuchungen für die Luftwaffe.

Diese Erfahrung war ein Beweis für die Wahrheit des Wortes Gottes an Hesekiel (18:2, 3): „Was treibt ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und sprecht: Die Väter haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden? So wahr als ich lebe, spricht der Herr Herr, solches Sprichwort soll nicht mehr unter euch gehen in Israel.“ Wir erfuhren, daß der Mensch als der Sprößling des Geistes, Gottes, nur das Gute ererbt.

Ich bin dankbar für viele Heilungen, die wir in unserer Familie erlebt haben. Die Christliche Wissenschaft kam zu uns, als ich in Not war, und durch das Lesen des Lehrbuches wurde ich von Kehlkopftuberkulose geheilt, derentwegen ich 17 Jahre lang in ärztlicher Behandlung gewesen war. Mein Zeugnis über diese Heilung wurde im Christian Science Sentinel vom 7. Februar 1948 veröffentlicht. Ein älteres Familienmitglied wurde von Blasenkrebs geheilt, und ein anderes wurde von einem Schlaganfall geheilt. Beide Personen lebten nach diesen Heilungen noch viele Jahre in voller Rüstigkeit.

Es ist wirklich ein Vorrecht, in unserer Bewegung mitarbeiten zu können durch Mitgliedschaft in Der Mutterkirche und in einer Zweigkirche, in der ich das Amt des Zweiten Lesers innehatte. Die Christliche Wissenschaft hat unser Leben bereichert und hat uns mit Gesundheit und beglückender Zufriedenheit gesegnet. Für all dies Gute kann ich nur mit den Worten des Psalmisten sagen (Ps. 104:24): „Herr, wie sind deine Werke so groß und veil! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ —

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