Wenn wir durch Versuchung verwirrt oder erschreckt werden, können wir vertrauensvoll beachten, daß in den Botschaften an die sieben Kirchen im 2. und 3. Kapitel der Offenbarung das Aufdecken des Irrtums und die Forderung des Überwindens von göttlicher Vollmacht begleitet sind, was aus den Worten hervorgeht: „Das sagt der Sohn Gottes” oder: „der höre, was der Geist den Gemeinden sagt”. Wir sollten immer auf das, was der Geist und der Sohn Gottes sagen, horchen; denn dadurch können wir das Heilmittel für jedes Problem finden. Wir sollten entschlossen von sterblichen Gedankengespenstern wegsehen und den Blick auf das unendliche göttliche Gemüt richten, worin sie keinen Raum haben. Wir sollten uns nicht mit mesmerischer Furcht bei der zu überwindenden Annahme aufhalten, sondern andachtsvoll über die Wahrheit, welche falsche Annahmen auslöscht, nachdenken.
In demselben Kapitel ist die Hinlänglichkeit geistiger Macht durch sieben Sterne und sieben goldene Leuchter versinnbildlicht. Mit andern Worten, wir sollen die Tatsache annehmen, daß es immer genug geistiges Licht gibt, uns zu siegreichem Beweisen zu führen und jeden Schritt auf unserem Wege aufwärts zu erleuchten.
In dem Maße, wie uns die göttliche Wahrheit durch andachtsvolles Erwägen wirklich wird, vergehen falsche Annahmen wie Nebel im Sonnenschein der göttlichen Liebe. In diesem Sonnenschein wirklichen Seins müssen wir weilen, vertrauend, daß die Notwendigkeit des Überwindens in jedem Falle auf die Gewißheit des Überwindens hinweist. Wer sich in den Glauben einwiegt, daß sein Fall ausnahmsweise schwierig zu heilen sei, muß diesen Vorwand als sterblichen Eigendünkel, als Vertrauen auf das Böse statt Vertrauen auf das Gute aufgeben. Für die Kraft Gottes gibt es keine Ausnahme. Die Wahrheit sieht die Person nicht an, sie anerkennt keine falschen Ansprüche, und die Macht und die Harmonie des geistigen Gesetzes kann in jedem Falle bewiesen werden.