Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Einfachheit

[Besonders für die Jugend geschrieben]

Aus der April 1937-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wenn wir in einem Schulfach besonders „schwach” zu sein scheinen, sollten wir wissen, daß das, wie wir über dieses Fach denken, es uns schwierig erscheinen läßt. Ein anderer Schüler mag dasselbe Fach für sein „Lieblingsfach” halten. Tatsache ist, daß wir jedes Fach, sei es Rechnen, Geographie oder Geschichte, durch die uns von Gott gegebene Intelligenz immer verstehen können.

Die Christliche Wissenschaft lehrt uns, daß Gott das Gemüt ist. Eine der Eigenschaften, die wir besonders jeden Tag brauchen, und die uns immer zu Gebote steht, ist Intelligenz. Diese gleicht dem Licht, das alles, worauf es scheint, beleuchtet. Wir müssen die Intelligenz so anwenden, daß sie auf die Aufgabe scheint, die wir auszuführen haben.

Wenn wir bei Nacht durch einen Wald gehen müssen, können wir den Weg leicht finden und einhalten, wenn wir eine elektrische Taschenlampe mitnehmen und uns ihrer recht bedienen. Das christlich-wissenschaftliche Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mary Baker Eddy wirft ein helles Licht auf die Seiten der Bibel und zeigt uns deren geistige Bedeutung, so daß die Wahrheit, die sie offenbart, unser Leben lenkt und unser Lehrer und Führer wird.

Wir gehen in die christlich-wissenschaftliche Sonntagsschule, um eine bessere Gotteserkenntnis zu erlangen; denn Gott ist unser Leben. Und wir werden nur dann wahrhaft erfolgreich leben, wenn wir Gott verstehen und Seiner Führung durch jenes Walddickicht folgen, das wir unsere sterbliche Erfahrung nennen können.

Die Christliche Wissenschaft ist nichts Geheimnisvolles, es sei denn, daß wir das Vorhandensein von geistigem Licht als etwas Geheimnisvolles ansehen. Wenn wir in einem dunklen Zimmer sind, mögen wir glauben, daß die Finsternis geheimnisvoll sei; sobald aber Licht das Zimmer erhellt, vergeht das ganze Geheimnis. Wir sehen, was vorhanden ist.

Die ganze Schwierigkeit unserer Schulfächer ist nur die Folge von Unwissenheit. Die Aufgaben selber sind einfach. Die einzige scheinbare Unklarheit beruht auf Mangel an Verständnis. Den Waldweg zu verfolgen, ist nur dann nicht einfach, wenn wir befürchten, wir werden den Weg nicht sehen. Aber das Licht, das wir bei uns haben, beseitigt diese Furcht und gibt uns Zuversicht. Das Beweisen der Christlichen Wissenschaft ist einfach, wenn wir Unwissenheit und Furcht es nicht schwierig scheinen lassen. Wir können beginnen, diese Wissenschaft anzuwenden, wenn wir nur eine Tatsache wissen; und eine einzige auf irgend eine Lage angewandte Tatsache der Wahrheit erbringt den Beweis, daß das Verfahren zuverlässig ist. Es wirkt.

Nehmen wir an, daß wir von Gott nur wissen, was wir in der Sonntagsschule zuerst gelernt haben, nämlich, daß „Gott Liebe ist”. Wenn wir das gewiß wissen, dann werden wir bei jeder Gelegenheit liebevoll, uneigennützig und wahrhaft demütig handeln. Wir drücken Gott aus, wenn wir Liebe erzeigen. Gott, die Liebe, in Liebe bekundet, heilt die Menschheit. Sooft Liebe bekundet wird, wird jemand glücklicher, nützlicher. Ist jemand krank, so kann er gerade durch unser Wissen, daß Gott die Liebe ist, und daß die Liebe heilt, geheilt werden. So sehen wir, daß wir nichts zu tun brauchen als so einfach und so wahr als möglich zu leben und zu denken, unsere Freude frisch und ungezwungen zu erhalten, so daß jedermann die herrliche Gabe der heilenden Gegenwart Gottes sehen kann. Dann ist die Arbeit einfach und hat sofortige und unmittelbare Ergebnisse.

Auf Seite 237 des Lehrbuchs erzählt Mrs. Eddy folgende Geschichte: „Ein kleines Mädchen, welches meinen Erklärungen gelegentlich zugehört hatte, verletzte sich einst schwer den Finger. Sie schien es nicht zu beachten. Als sie darüber befragt wurde, antwortete sie unbefangen: ‚Die Materie hat keine Empfindung’. Mit lachenden Augen sprang sie davon und fügte dann hinzu: ‚Mama, mein Finger tut mir gar nicht weh‘”. Mit dieser Veranschaulichung zeigt Mrs. Eddy, wie einfach die Wahrheit ist, und wie bereitwillig die Kinder sie anwenden. Auf derselben Seite gibt sie auch den Eltern den guten Rat: „Kindern sollte die Wahrheits-Heilung, die Christliche Wissenschaft, als eine der ersten Lektionen gelehrt werden, und sie sollten davon abgehalten werden, über Krankheitstheorien oder -gedanken zu sprechen oder sie zu hegen”. Und sie fügt hinzu: „Solches macht die Christliche Wissenschaft schon frühzeitig anwendbar”.

Eltern und Kinder arbeiten in der Christlichen Wissenschaft zusammen und sind einander eine große Hilfe. Unser Vater-Mutter-Gott hilft allen, ob sie Eltern oder Söhne und Töchter heißen. In ihrem wirklichen Sein sind alle Menschen die Kinder Gottes.

Im 23. Psalm lesen wir: „Der Herr ist mein Hirte”. Mrs. Eddy hat uns in folgendem den geistigen Sinn dieser Worte gegeben: [Die göttliche Liebe] ist mein Hirte” (Wissenschaft und Gesundheit, S. 578). Dies zeigt, wie Gott uns beschützt. Gott ist die göttliche Liebe, und die Liebe ist es, die für uns alle sorgt, gerade wie ein Hirte für seine Schafe sorgt. Wir sind Seine Lämmer, und aus diesem Grunde können wir freudig und des Schutzes der Liebe immer gewiß sein.

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / April 1937

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.