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Gesetz und Ordnung

Aus der April 1937-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


„Ordnung ist des Himmels erstes Gesetz”, ist ein Sprichwort, das so bekannt ist, daß es nahezu als abgedroschene Redensart erscheint; aber im Lichte der Christlichen Wissenschaft betrachtet, gewinnt es eine neue Bedeutung. Auf Seite 587 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” erklärt Mary Baker Eddy „Himmel” u.a. als „Harmonie; die Herrschaft des Geistes; Regierung durch das göttliche Prinzip”. Somit muß dort, wo der Geist, das göttliche Prinzip, herrscht, vollkommene Ordnung sein. In der Regierung des unumschränkten Prinzips muß alles mit dem unveränderlichen Gesetz übereinstimmen. Im geistigen Weltall herrschen also Gesetz und Ordnung allerhaben.

In Wissenschaft und Gesundheit (S. 470, 471) schreibt Mrs. Eddy: „Die Beziehungen von Gott und Mensch, von dem göttlichen Prinzip und der Idee, sind in der Wissenschaft unzerstörbar; und die Wissenschaft kennt weder Abfall von der Harmonie noch Rückkehr zur Harmonie, sondern sie vertritt die Ansicht, daß die göttliche Ordnung oder das geistige Gesetz, demzufolge Gott und alles, was Er schafft, vollkommen und ewig ist, in seiner ewigen Geschichte unverändert geblieben ist”. Hienach wird alles im geistigen Weltall nicht nur durch göttliches Gesetz regiert, sondern muß auch als notwendige Folge vollständige und vollkommene Ordnung ausdrücken. Man sieht auch, daß der Mensch in allen seinen Beziehungen zu Gott, dem göttlichen Gemüt, demselben unfehlbaren, unveränderlichen Gesetz des Geistes untertan ist und von diesem Gesetz regiert wird. Daher bekundet alles, was den Menschen und sein Wohlergehen betrifft, immer höchste Ordentlichkeit und Harmonie.

Es kann in der Regierung des wirklichen Menschen und des geistigen Weltalls nichts Zufälliges geben; denn sie spiegeln die Vollkommenheit und die Harmonie des göttlichen Prinzips wider. Im Reiche der Wirklichkeit gibt es weder Zufall noch Wechsel. In Gottes Reich ist nichts der Ungewißheit oder der Veränderlichkeit unterworfen. Im geistigen Reich gibt es keine Unfälle, keine Fehler. Alles vollzieht sich darin mit unbedingter Genauigkeit und Pünktlichkeit. Die erstaunliche Genauigkeit der Bewegungen in der Sternenwelt versinnbildlicht die vollkommene Ordnung und Harmonie, die überall im Weltall Gottes, des Geistes, des Gemüts, das das einzig wirkliche und bleibende Weltall ist, zum Ausdruck kommt.

In der menschlichen Erfahrung scheint es jedoch viel Unordentliches und Ungewisses, viel Veränderliches und Unbeständiges, viel Zufälliges und Unharmonisches zu geben. Die unglücklichen Erfahrungen der sogenannten Sterblichen sind die Folge der scheinbaren Abwesenheit der göttlichen Ordnung und des geistigen Gesetzes. Aber das beweist die Unwirklichkeit dieser unharmonischen Zustände; denn in Wirklichkeit sind Gesetz und Ordnung immer gegenwärtig, weil sie das allgegenwärtige Gemüt ausdrücken. Der Glaube an einen sterblichen Menschen in einer materiellen Welt außerhalb des Vereichs des Prinzips, der der Disharmonie unterworfen und das Opfer der Unordnung sei, ist nicht wahr. Der einzige Mensch, den es in Wahrheit gibt, ist immer der vollkommene, intelligente Ausdruck, das Bild oder die Idee Gottes gewesen, die bewußt alle Eigenschaften des Gemüts, des Geistes, des Prinzips einschließlich des unumschränkten Gesetzes und unumschränkter Ordnung bekundet.

Wenden wir diese Wahrheit vom Sein des Menschen auf die Probleme des sogenannten menschlichen Daseins an, so finden wir, daß der göttliche Sinn von Gesetz und Ordnung die materiellen Annahmen von Gesetzlosigkeit und Unordnung in jedem Punkte berichtigt und vernichtet. Diese wissenschaftliche Wahrheit ist in unserer persönlichen Erfahrung — zu Hause, in de Kirche, in der Schule, im Geschäft und auf der Straße — anwendbar. Viele Menschen, die durch Ergründen der Christlichen Wissenschaft einen besseren Sinn von Gesetz und Ordnung gewonnen haben, sind imstande gewesen, in ihren persönlichen Gewohnheiten und in ihren persönlichen Angelegenheiten weit bessere Ordnung herzustellen und dadurch viel Widerwärtigkeit zu vermeiden, Zeit zu sparen und ihre Tüchtigkeit zu erhöhen. Die Schüler der Christlichen Wissenschaft gewinnen viel, wenn sie das Wichtige voranstellen lernen; wenn sie Hast, Verschwendung und Verlust vermeiden, größere Pünktlichkeit bekunden und zur rechten Zeit am rechten Platze sein lernen.

Von Mrs. Eddy sagt man, daß sie ihr tägliches Leben in überaus einfacher und planmäßiger Weise ordnete, und daß sie verlangte, daß jedermann in ihrem Haushalt einen hohen Grad von Ordnung und Pünktlichkeit bekundete. In dem Maße, wie die Christlichen Wissenschafter dem Beispiel ordentlichen Denkens und Handelns ihrer Führerin folgen, finden sie, daß die Zustände in ihrem Alltagsleben harmonischer werden. Sie werden seltener das Opfer der Unordnung und vergeuden weniger Zeit und Mühe. Da sie geordneter denken, neigen sie weniger dazu, Verwirrung zu bekunden oder Gegenstände, die sie bei ihrer täglichen Arbeit brauchen, zu verlegen. Sie finden, daß durch ihr einsichtsvolles Bemühen, in ihren Kirchen ein geordnetes Vorgehen walten zu lassen, ein höherer Sinn von Harmonie und Fortschritt zum Ausdruck kommen. Durch größere Erkenntnis der Tatsache, daß der Mensch in Wahrheit allezeit vom Prinzip durch geistiges Gesetz regiert wird und daher immer einen vollkommenen Sinn von Ordnung und Harmonie ausdrückt, werden die Christlichen Wissenschafter bessere Bürger — gesetzestreuere und nützlichere Mitglieder der Gemeinde, in der sie wohnen.

In dem Maße, wie der rechte Sinn von Gehorsam gegen das Gesetz in einem Volk und unter den Völkern allgemeiner wird, wird es, wenn vielleicht auch langsam, so doch sicher, zur Herstellung geordneter Regierung in der Welt führen. Daher haben die Christlichen Wissenschafter durch ihren Gehorsam gegen das göttliche Gesetz das wunderbare Vorrecht, ihren Mitmenschen ein gutes Beispiel eines aufgeklärten Bürgers zu geben und dazu beizutragen, daß die Welt der „Regierung durch das göttliche Prinzip” näher kommt. Sie erwarten vertrauensvoll, daß die Menschheit in größerem Maße erkennen wird, daß „die Herrschaft auf seiner Schulter ist”, und inzwischen werden sie, wie Mrs. Eddy auf Seite 97 in Wissenschaft und Gesundheit erklärt, „Gesetz und Ordnung aufrechterhalten und freudig die Gewißheit der endlichen Vollkommenheit erwarten”.

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