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Die Wahrheit ändert sich nie

[Besonders für die Jugend geschrieben]

Aus der Januar 1939-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Einer jungen Schülerin der Christlichen Wissenschaft fiel es schwer, den Inhalt ihrer Schulbücher mit dem, was sie in der christlich-wissenschaftlichen Sonntagsschule gelehrt worden war, zu vereinbaren. Ein Fach, in dem sie ein schlechtes Zeugnis hatte, war Physiologie und Gesundheitslehre. Sie fragte ihre Mutter, warum sie ihr Gedächtnis mit Theorien über den Körper, mit den Übeln in der Welt und mit materiellen Mitteln zur Verhinderung von Krankheiten belasten solle. Als Antwort hieß ihre Mutter sie einige in einem Koffer aufbewahrte ganz alte Modezeitungen vom Dachboden herunterholen Die Modezeitungen enthielten lauter Bilder von Moden aus früherer Zeit. Das Mädchen fand die alten Moden belustigend. Die abgebildeten Kleider schienen ihr schwer und unbequem.

Bei der Durchsicht der Modezeitungen mehrerer Jahrzehnte fiel beiden auf, wie die Kleidermoden beständig wechseln. Dann fragte die Mutter, ob dies nicht bei allen Bräuchen und Annahmen der Menschheit der Fall sei. Sie schlugen nun das christlich-wissenschaftliche Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mary Baker Eddy auf und lasen miteinander auf Seite 96 die Stelle: „Annahme ist veränderlich, geistiges Verständnis dagegen ist unveränderlich”.

Die Schülerin begann zu verstehen, daß ihre Schulbücher einige dieser wechselnden Annahmen enthielten, während das christlich-wissenschaftliche Lehrbuch die ewige Wahrheit darbot, die geistig zu erkennen, zu verstehen und zu beweisen ist.

Es war also nicht nötig, das als menschliche Annahme Erkannte mit dem zu vereinbaren, was sie durch ihr Ergründen der Christlichen Wissenschaft als Wahrheit erkennen gelernt hatte. Sie beschloß, sich mit diesen in der Schule gelehrten wechselnden Theorien zu befassen, weil es ihre Pflicht war, jede ihr gestellte Aufgabe aufs beste zu erfüllen. Aber sie wollte sich klar sein, daß diese Annahmen mit der Zeit verbessert werden oder verschwinden, weil die Wahrheit zweifellos alles menschliche Denken durchdringen und ändern wird. Sobald sie gegen diese wechselnden Theorien dieselbe ruhige Haltung einnahm, die sie gegen vorübergehende Kleidermoden eingenommen hatte, fand sie, daß sie ihre Schulaufgaben besser machte, und gute Zeugnisse waren ihr Lohn für eine willfährigere Haltung gegen ihre Aufgaben.

Später widerstrebte es derselben Schülerin, sich mit Psychologie zu befassen. Da sie in der Christlichen Wissenschaft gelernt hatte, daß Gott das Gemüt, die einzige Quelle der Intelliganz ist, sehnte sie sich, die Frage mit ihrem Lehrer zu besprechen. Warum sollte sie beständig die Behauptung hören müssen, daß das menschliche Gehirn der Sitz der Intelligenz sei? Da dieses Fach jedoch verlangt war, bemühte sie sich, ihre Abneigung dagegen zu überwinden, Sie erinnerte sich, wie sie dieselbe Abneigung gegen Physiologie überwunden hatte, und sie beschloß, außer ihrer Liebe zur Wahrheit auch Geduld zu haben und an den geistigen Tatsachen festzuhalten.

Eines Nachmittags besuchte sie eine Altbuchhandlung mit ihrem Vater, der auf der Suche nach einem vergriffenen Band Gedichte war. Auf einigen Büchergestellen hinten im Laden befanden sich sehr viele alte Lehrbücher über Naturwissenschaft, Psychologie und Medizin, Sie nahm einen Band herunter. Der Inhalt schien ihr so veraltet wie der Einband. Der Ladeninhaber lachte über ihr offenkundiges Mißfallen. „Diese könnte ich wohl verbrennen” bemerkte er. „Wenn Lehrbücher über diese Gegenstände veraltet sind, begehrt sie niemand mehr. Sie wechseln alle paar Jahre”.

Auf dem Heimwege erzählte sie ihrem Vater, was der Buchhändler gesagt hatte. Ihr Vater bemerkte, daß es wahrlich Grund zur Freude sei, ein Schüler der Christlichen Wissenschaft zu sein und ein Lehrbuch zu haben, das nie veralten kann. Noch kein Schüler hat den Punkt erreicht, wo er sich nicht mehr regelmäßig und gewissenhaft in das christlich-wissenschaftliche Lehrbuch zu vertiefen braucht, während er die darin enthaltene Wahrheit völliger beweisen lernt.

Auf Seite 255 in Wissenschaft und Gesundheit schreibt Mrs. Eddy: „Die ewige Wahrheit wandelt das Universum um”, und: „Die mythischen menschlichen Schöpfungstheorien, welche im Altertum als die höhere Kritik bezeichnet wurden, stammten von den gebildeten Gelehrten Roms und Griechenlands; aber sie boten keine Grundlage für genaue Anschauungen über die Schöpfung durch das göttliche Gemüt”.

Der Lehrplan der Schulen mag Kenntnis der Sagen der Menschengeschlechter fordern. Wenn wir wachsam sind und es ablehnen, diese falschen Theorien des Daseins für wirklich zu halten, werden wir die von uns verlangte Schularbeit ohne beunruhigende Zweifel ausführen können.

Die uns in der Christlichen Wissenschaft gegebene Norm ist der Maßstab, den wir jederzeit zur Prüfung der Wirklichkeit uns dargebotener Tatsachen anlegen können. Die tägliche Andacht an Hand der wöchentlichen Lektionspredigt im christlich-wissenschaftlichen Vierteljahrsheft gibt uns Kraft und Weisheit, wach zu sein und unter allen Umständen geistig zu unterscheiden.

Mrs. Eddy setzte an den Kopf des Kapitels „Die Schöpfung” in Wissenschaft und Gesundheit folgenden Vers aus den Psalmen: „Von Anbeginn steht dein Stuhl fest; du bist ewig”. Die in der menschlichen Geschichte berichteten vorübergehenden Trugvorstellungen fallen vor der Beständigkeit und der Ewigkeit alles Geistigen, alles dessen, was von Gott gemacht ist.

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