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Die Freude des Gehorchens

[Besonders für die Jugend geschrieben]

Aus der Juli 1940-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Manchmal mögen Weisheit und Erfahrung die Eltern dazu bestimmen, einem Kinde Anweisungen zu erteilen, die es nicht versteht, und die seinem kindischen Denken unnötig und unerwünscht scheinen mögen. Hat das Kind aber die Tugend gelernt, ohne Widerrede zu gehorchen, so wird es den Rat vertrauensvoll befolgen, da es weiß, daß es den Grund dafür später erfahren wird. Wenn es darauf besteht, verbotene Wege zu gehen, kann es seine Lehre durch schwierige Erfahrungen lernen müssen.

Heute genießt die Jugend viel mehr Freiheit als je zuvor, ihre Entscheidungen selber zu treffen, ihre Handlungsweise selber zu wählen. Aber das sogenannte menschliche Gemüt hat viele und mancherlei Wege entwickelt, diese Jugendfreiheit zu gefährden. So wird die Jugend z.B. durch ausgedehnte Propaganda überredet, am Genuß von Tabak und geistigen Getränken—ja, an allem andern als am Trachten nach dem Himmelreich, der wahren Beziehung zwischen Gott und dem Menschen—Gefallen zu finden. Wenn aber jeder junge Christliche Wissenschafter auf die Belehrungen seiner Führerin horcht und sie vertrauensvoll befolgt, wird er nicht einmal vorübergehend vom Wege abirren.

In „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” schreibt Mrs. Eddy (S. 454): „Der Genuß von Tabak oder berauschenden Getränken steht nicht im Einklang mit der Christlichen Wissenschaft”. Manche suchen sich über diese Feststellung dadurch hinwegzusetzen, daß sie sagen, die Verfasserin könne nicht gewußt haben, wie verändert die Bräuche in unseren Tagen sein würden. Mit ihrer tiefen geistigen Einsicht sah Mrs. Eddy in die Zukunft und in die Vergangenheit, und unangebrachte oder falsche Erklärungen haben in der Christlichen Wissenschaft so wenig Raum wie in der Wissenschaft der Mathematik. Die wissenschaftlichen Feststellungen in unserem Lehrbuch sind wissenschaftliche Tatsachen, keine menschlichen Ansichten. Unsere verehrte Führerin schreibt auf Seite 109 im Lehrbuch: „Ich mußte die Wissenschaft dieses Heilens ergründen, und durch göttliche Offenbarung, Vernunft und Demonstration fand ich meinen Weg zu absoluten Schlüssen”.

Daher sehen wir, daß sich uns Gelegenheit bietet, eine wissenschaftliche Wahrheit zu beweisen, wenn wir ihre bereits angeführte Erklärung über das Rauchen und Trinken beachten. Was sollen wir tun? Sie außer acht lassen, ihr kein Gehör schenken oder sie befolgen? Glauben wir, wenn wir mit einer schweren Rechenaufgabe ringen, daß wir uns hie und da einen kleinen Fehler gestatten und dennoch zu rechten Ergebnissen kommen können? Nein! Ebensowenig können wir beim ehrlichen Ausarbeiten des Lebensproblems in der Christlichen Wissenschaft gleichzeitig deren wesentliche Forderungen außer acht lassen oder vernachlässigen. Ehrlichkeit ist für das Beweisen der Christlichen Wissenschaft wesentlich. „Stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille”.

Eine junge Christliche Wissenschafterin, die die köstliche Lehre des Gehorsams gegen das göttliche Prinzip noch nicht gelernt hatte, war eine Zeitlang versucht, den Weg der Welt zu gehen. Da diese Wissenschafterin dem Rauchen und dem Trinken frönte, machte sie viele Freundschaften, die sie andernfalls nicht gemacht hätte. Die Folge waren viele enttäuschende und betrübende Erfahrungen. Als sie sich später besser in die Christliche Wissenschaft vertiefte, konnte sie für deren Lehren eintreten. Sie und ihr Mann beschlossen, ihr erstes Heim auf einen sicheren Grund zu bauen, und fanden, daß die zu unternehmenden Schritte nicht schwierig waren, nachdem sie willig waren, gehorsam zu sein. Sie sahen klar, daß die unintelligente Materie weder Freude noch Schmerzen bereiten kann. Sie erkannten die Wichtigkeit, das Prinzip zu ehren und nicht danach zu trachten, Personen zu gefallen. Als Christliche Wissenschafter wußten sie, daß man Intelligenz, Wachsamkeit, Heiterkeit und Selbstbestimmung natürlich und ohne künstlichen Antrieb widerspiegelt; und sie waren besonders bestrebt, dies zu beweisen.

Viele Freunde, die keine Christlichen Wissenschafter waren und nicht dieselben Anschauungen hatten, kamen in dieses neue Heim. Die beiden Wissenschafter beteten immer demütig, daß die Gegenwart Gottes, die Gegenwart des Friedens, der Freude und der Liebe alle, die in ihr Heim kamen, befriedigen würde. Infolgedessen bekamen sie sehr viele Freunde, die alle diesen Gesichtspunkt achteten, wenn sie ihm auch nicht zustimmten. Diejenigen, die sich zurückgezogen haben, taten es, weil Freundschaft eine geistige Grundlage haben muß, wenn sie von Dauer sein soll.

In Wissenschaft und Gesundheit (S. 124) sagt uns unsere Führerin, daß „Adhäsion, Kohäsion und Anziehungskraft Eigenschaften des Gemüts sind”. Sie sind also keine Eigenschaften der Materie oder des sterblichen Gemüts. Wenn wir uns also die Liebe und die Weisheit vergegenwärtigen, die uns die Christliche Wissenschaft gegeben haben, können wir dann nicht in unserem Herzen dem Geist gehorchen und vertrauen, daß er uns alle echte Liebe und Freundschaft bringen werde, die wir uns je wünschen können? Mögen doch junge Christliche Wissenschafter ihren Gefährten den wahren Weg gehen helfen! In „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany” schreibt Mrs. Eddy (S. 160): „So leben, daß das menschliche Bewußtsein in beständiger Beziehung zu dem Göttlichen, dem Geistigen und dem Ewigen bleibt, heißt sich die unendliche Kraft zu eigen machen; und das ist die Christliche Wissenschaft”.

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