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Kommunion

Aus der Juli 1940-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Einfachheit des Kommunionsgottesdienstes in den christlich-wissenschaftlichen Zweigkirchen, der frei ist von Feierlichkeit und materiellen Sinnbildern, macht den Gottesdienst schön und ansprechend.

Weil die wahre Kommunion oder Gemeinschaft mit Gott, wie sie in der Christlichen Wissenschaft verstanden wird, geistig ist, wird sie nur durch vergeistigtes Denken erreicht und kann nicht durch die Materie ausgedrückt werden. Wahre Kommunion besteht darin, daß man sich im Denken Gott, dem Geist, nähert.

Das sterbliche Gemüt kann keine Gemeinschaft mit dem Gemüt haben, das Gott ist. Unser Denken muß vergeistigt werden, damit wir uns der Gegenwart Gottes, des Guten, bewußt werden können. Daher müssen wir unser Bewußtsein von allem befreien, was nicht gut, nicht rein ist. Gemeinschaft mit Gott erbringt den täglichen Beweis unseres Einsseins mit unserem himmlischen Vater und unserer geistigen Herrschaft über die Anmaßungen des Bösen.

Die Kommunion, wie sie zweimal jährlich in den christlich-wissenschaftlichen Zweigkirchen gehalten wird, weckt geistiges Verlangen in den Herzen der Anwesenden. Der wohltätige Einfluß dieser heiligen Gemeinschaft mit Gott hebt unser Bewußtsein höher, so daß wir den Frieden und die Schönheit der göttlichen Liebe widerspiegeln können. Wenn wir aber die Art geistiger Gemeinschaft besser verstehen lernen, begreifen wir, daß keine besondere Zeit und kein besonderer Platz dafür nötig ist, weil wir allezeit und überall mit Gott Gemeinschaft haben können.

Das wahre Zeichen geistiger Gemeinschaft ist die Fähigkeit zu heilen, d.h. die Fähigkeit zu lieben. Wir beten: „Vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben”. Was bedeutet „unsern Schuldigern vergeben”? Wenn wir—vielleicht jahrelang—einen falschen Begriff von einem andern gehegt haben, wenn wir uns ungerechtem Tadeln hingeben, wenn wir nach dem Augenschein der Sinne richten, vergeben wir dann? Oder glauben wir an das Böse, und richten wir nach menschlichen Ansichten?

Als Christliche Wissenschafter suchen wir Befreiung von Sünde und Krankheit durch Widerspiegeln der Liebe, „die das Böse nicht zurechnet”. Alle Bitterkeit, falscher Ehrgeiz, Groll und Tadel müssen abgelegt werden, ehe wir an der geistigen Kommunion teilnehmen können, die von uns fordert, daß wir Gott über alles und unsern Nächsten wie uns selber lieben. Wenn wir die geistige Kommunion recht verstehen, können wir nicht mehr hassen oder lieblos sein. Stolz weicht der Demut, und materielle Wünsche weichen geistigem Streben, wenn wir in das Heiligtum des vollkommenen Gemüts gehen, wo wir unser wahres Selbst finden.

Wir nehmen in dem Maße an der wahren Kommunion teil, wie wir uns unseres Einsseins mit Gott bewußt werden, wie wir uns unserer Gemeinschaft mit allen Seinen Kindern bewußt werden. Unsere Führerin schreibt (Christian Science versus Pantheism, S. 14): „Trachtet nach dem, das droben ist; liebet einander; kommt in einem Geist am Tische unseres Herrn zusammen; betet im Geist und in der Wahrheit an; und wenn du das göttliche Leben, die göttliche Wahrheit und die göttliche Liebe täglich verehrst, anflehst und lebst, wirst du an dem Brot, das vom Himmel herabkommt, teilnehmen, von dem Becher des Heils trinken und im Geiste getauft werden”.

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