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Im Jahre 1936 lernte ich die Freundin kennen,...

Aus der März 1953-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Im Jahre 1936 lernte ich die Freundin kennen, die mich in die Christliche Wissenschaft einführen sollte. Seit einiger Zeit hatte ich nach etwas gesucht, von dem ich sicher war, daß Gott es mir zeigen würde. Ich war auch schon zu gewissen Schlüssen gekommen, und ich hatte die Christliche Wissenschaft noch nicht lange studiert, als ich erkannte, daß sie diese Schlüsse bestätigte. Ich bin tief dankbar für alles, was die Christliche Wissenschaft seit der Zeit für mich getan hat, und was sie mir bedeutet.

Ich arbeitete in London während des Blitzkrieges in den Jahren 1940–1941, und ich kann ehrlich sagen, daß ich sehr wenig Furcht hatte. Ich wurde wunderbar beschirmt, und ich glaube, was mir wohl am meisten half, waren die Worte des Liedes Nr. 267 des Christlich-Wissenschaftlichen Gesangbuches: „Unser Gott ist Alles-in-allem.“ Sie waren für mich eine wunderbare Gegentatsache, das Gegenteil von allem, das wirklich zu sein schien.

Einige Tage nachdem ich einer Gruppe der weiblichen Streitkräfte beigetreten war, hatte ich einen Unfall mit meinem. Fahrrad und wurde ins Lazarett gebracht, wo eine Gehirnerschütterung, ein Bruch des Handgelenks und der Verlust eines Zahnes festgestellt wurde. Die Freundin, die zu der Zeit bei mir war, rief sofort einen Ausüber an, der mir wunderbare Hilfe leistete; und ich kann wahrheitsgetreu sagen, daß ich keine Schmerzen litt, nicht einmal Kopfschmerzen, obwohl schlimme vorausgesagt worden waren. Die leitenden Ärzte des Lazaretts bestanden darauf, das Handgelenk einzurichten, von dem ich nicht einmal wußte, daß es gebrochen war. Bekannte haben sich seitdem manchmal darüber gewundert, daß ich das Handgelenk ebenso frei bewegen kann wie das andere — was nach einem Handgelenkbruch nicht immer der Fall sein soll. Die Tatsache, daß es ganz beweglich geblieben ist, schreibe ich der Christlichen Wissenschaft zu.

Die Ärzte verordneten mir weiter, nicht vor Ablauf von mindestens drei Wochen — wahrscheinlich einem Monat — einen Fuß auf den Boden zu setzen; und in zwei Wochen sollte ich doch bei der Tagung meiner Schülervereinigung sein. Mein Lehrer schrieb mir einen hilfreichen Brief, und der Kriegsgeistliche der weiblichen Streitkräfte besuchte mich. Am Tage vor der Schülerversammlung (sechzehn Tage, nachdem ich ins Lazarett gekommen war) wurde ich in einem Automobil in ein Christlich-Wissenschaftliches Heim in London gebracht und ging von dort aus am folgenden Tage zu meiner Schülerversammlung.

Zuerst war es schwer, ein Gefühl großer Müdigkeit zu überwinden. Doch dann kam mir eine Erklärung in den Sinn, die ich jahrelang vorher in einem Leitartikel des Christian Science Sentinel gelesen hatte: „Nichts kann jemals zwischen Gott und den Menschen kommen. Der göttliche Segen kann nicht vorenthalten werden.“ Es wurde mir klar, wie lächerlich es war zu denken, daß ein Sturz von einem Fahrrad zwischen mich und Gott kommen könnte. Danach machte meine Genesung schnelle Fortschritte.

Ich glaube, die zwei Dinge, die bei dieser Erfahrung am meisten Eindruck auf mich machten, war einerseits die Tatsache, daß ich absolut keine Schmerzen hatte, und andrerseits die Art, in der bürokratische Hindernisse der ärztlichen und militärischen Behörden überwunden wurden.

Vor einigen Jahren trat eine Krankheitserscheinung auf, von der ich zwar wußte, daß sie nicht normal war, die aber nicht viel auszumachen schien, so daß ich sie nur mental verneinte. Doch später, während des Krieges, fing sie an, mich zu belästigen, indem zeitweise Schwellungen und große Schmerzen hinzu kamen. Ich hatte christlich-wissenschaftliche Behandlung und die Beschwerden wurden besser, waren jedoch noch nicht völlig geheilt.

Anfang des Jahres 1947 vergrößerte sich die Schwellung. Nun beschloß ich, Behandlung zu haben, bis ich wirklich geheilt war, und von neuem leistete mir ein Ausüber wundervollen Beistand. Während der ersten drei Wochen schien zwar alles schlimmer zu sein, und was mich bisher nur zeitweise belästigt hatte, war nun zu einem sehr schmerzhaften Dauerzustand geworden. Da las ich eines Samstagabends einen Aufsatz im Christian Science Journal, der sich auf die folgenden Worte Mrs. Eddys in ihrem Werk „Miscellaneous Writings“ (Vermischte Schriften, S. 81) bezog: „Jeder einzelne Mensch muß, ebenso wie Johannes der Täufer, als Mensch, eines Tages in der Wüste der menschlichen Freuden schreien; und seine Stimme muß göttlich und menschlich gehört werden. In der Öde des menschlichen Verstehens hört und erhört die göttliche Liebe den menschlichen Hilferuf.“ Ich war ganz gewiß, daß die göttliche Liebe auch meinen Hilferuf hören und erhören würde.

Am Montagmorgen, als ich die Lektionspredigt der Woche aus Christlich-Wissenschaftlichen Vierteljahrsheft las, fesselten die folgenden Worte meine Aufmerksamkeit (Wissenschaft und Gesundheit, S. 42): „Die Annahme, daß der Mensch ein von Gott getrenntes Dasein oder Gemüt hat, ist ein im Aussterben begriffener Irrtum.“ Dies hatte für mich die folgende Bedeutung: Mein Leiden war zweifellos der Vorstellung eines von Gott getrennten Daseins oder Gemüts zuzuschreiben; daher war es nichts als im Aussterben begriffener Irrtum — nicht nur Irrtum, sondern im Aussterben begriffener Irrtum — und das schien ihn aller Macht zu berauben. Jedesmal, wenn ich mich daran erinnerte, erklärte ich, daß dies Leiden ja nichts als ein „im Aussterben begriffener Irrtum“ sei; und am folgenden Abend brach die Geschwulst auf. Hierfür war ich sehr dankbar, aber ich war mir dessen bewußt, daß die Schwierigkeit noch nicht ganz behoben war. Dann sagte ich mir: „Gott tut keine halbe Arbeit; Sein Werk ist vollbracht.“ Am nächsten Abend fiel die ganze Sache buchstäblich von mir ab, und alles war vollkommen.

Wenn es je für mich eines Beweises bedurft hätte, daß die Christliche Wissenschaft heilt, so wäre er mir hier geboten worden. Es war ein wunderbarer Augenblick geistiger Erleuchtung.

Später in demselben Jahre hatte ich das große Vorrecht, Boston in Massachusetts zu besuchen, einige Zeit im Sanatorium der Christlich-Wissenschaftlichen Wohltätigkeitsanstalt in Chestnut Hill zu verbringen und die Jahresversammlung Der Mutterkirche zu besuchen. Für all diese Segnungen, für stets zunehmendes Verständnis und weitere Offenbarung der Güte Gottes, sowie für beglückende und rege Mitarbeit in einer Christlich-Wissenschaftlichen Vereinigung bin ich tief dankbar. —

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