Für jemand, der gerade mit dem Anstieg zu den Höhen köstlichen Lohnes beginnt, der den Lehrer einer christlich-wissenschaftlichen Sonntagsschule erwartet, wird die segensvolle Versicherung unserer Führerin Mary Baker Eddy in dem folgenden Satz aus ihrem Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 454) täglich mehr und mehr zur Wirklichkeit: „Liebe zu Gott und den Menschen ist der wahre Antrieb zum Heilen, wie zum Lehren. Liebe inspiriert, erleuchtet, bestimmt und führt den Weg.“
Zu meinem beunruhigten Gefühl der Unerfahrenheit in der Sonntagsschularbeit kam die beständig auftauchende Frage, wie ich es wohl anfangen könnte, die Kinder die unergründliche Wahrheit zu lehren, die ohne Anfang und ohne Ende ist. Ich fand meine Antwort in den oben angeführten Worten unserer Führerin. Fange mit Liebe an — liebe Gott, liebe Sein heiliges Wort, liebe Seine Kinder. Und augenblicklich fühlte ich, daß Liebe tatsächlich inspiriert, erleuchtet und den Weg bestimmt und führt. Ideen, die Geschichten der Bibel geistig zu erklären, strömten in mein erwartungsvolles Herz; Ideen, den jungen Zuhörern die uralten Vorschriften der Zehn Gebote, der Bergpredigt und des Gebets des Herrn bedeutungsvoll zu gestalten; Ideen, ihnen an Hand der Geschehnisse in ihrer eigenen Welt von heute die Anwendbarkeit der Wahrheit aufzuzeigen, welche bestand, „ehe der Welt Grund gelegt ward.“
Eines Sonntags erzählte ich zum Beispiel die Geschichte von Noah. Die Schüler lauschten mit angehaltenem Atem, während ich sie erzählte, wie sie aufgezeichnet ist, genau wie ich einst gelauscht hatte, als ich in ihrem Alter war. Als ich den biblischen Bericht beendet hatte, begannen sie eifrig mit ihren Fragen.