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[Urtext in deutscher Sprache]

Schon im Alter von 15 Jahren zweifelte ich...

Aus der Oktober 1960-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Schon im Alter von 15 Jahren zweifelte ich an dem, was die Schulen und Kirchen über Gott lehrten. Ich hatte große Angst vor dem Jüngsten Gericht und betete oft, daß Gott mich heimholen möge, ehe dieser schreckliche Tag käme. Fünf Jahre später kam ich auf wunderbare Weise nach New York. Dort fand ich die Christliche Wissenschaft und nahm diese Religion an. Bald darauf, als mein einziger Bruder im ersten Weltkrieg fiel, war die Lehre von der Unzerstörbarkeit des Menschen ein tröstendes Licht für mich.

Eine später eingegangene Ehe erwies sich als nicht von Bestand. Durch diese Erfahrung wurde ich mir meines Verlangens, Gott näher zu kommen, sehr bewußt, und eine große Sehnsucht nach trügerischen Idealen fing an, von mir zu weichen. In dieser Zeit erlebte ich eine Heilung von jahrelangen, quälenden Kopfschmerzen. Einer plötzlichen Eingebung folgend widerstand ich dem Verlangen, mich hinzulegen, mit solch einer geistigen Kraft, daß ich seit der Zeit nichts mehr von diesem Leiden wußte.

Mein kleiner Sohn wurde von einem Leistenbruch geheilt, als ich in ernstem Ringen erkannte: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus“ (1. Joh. 4:18). Masern, Mumps and anscheinend mit dem Wachstum verbundene Fieberanfälle wurden schnell in ihr Nichts verwiesen. Der Segen unablässigen Gebets und die damit verbundene Überwindung der Furcht leitete ihn liebevoll durch die letzten Jahre des zweiten Weltkrieges, bewahrte ihn bei einer schweren Verwundung und brachte ihn sicher wieder heim.

Als unser Heim durch einen Luftangriff zerstört wurde, erlitt niemand von uns Schaden, und wir waren keine einzige Nacht ohne Heim. Durch das Pauluswort: „Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, außer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn“ (2. Kor. 5:8), erlebten wir viel Gutes. Wir empfingen, was wir brauchten, und waren in der Lage, auch anderen zu geben. Innigen Dank schulden wir Der Mutterkirche für ihr großes Hilfswerk.

Durch widrige Umstände wurde ich später von meinen Lieben getrennt. Können Worte wiedergeben, was es bedeutet, in solch einer Lage ein Verständnis von der Christlichen Wissenschaft zu haben? Die Lieder unserer geliebten Führerin Mary Baker Eddy erschlossen sich mir wie nie zuvor und brachten mir Erleuchtung mit solcher Kraft, daß ich vor seelischem und körperlichem Leiden bewahrt blieb.

In jenen Jahren habe ich mich unbedingt darauf gestützt, daß ich als Mitglied Der Mutterkirche eingeschlossen war in die geistige Arbeit, die für die ganze Welt getan wird. Oft habe ich erfahren dürfen, was Mrs. Eddy im Lehrbuch sagt (S. 514): „Das Gemüt, freudig in Stärke, wohnt im Reich des Gemüts. Die unendlichen Ideen des Gemüts eilen dahin und ergötzen sich. In Demut erklimmen sie die Höhen der Heiligkeit.“

In Dankbarkeit darf ich sagen, daß das Licht der Christlichen Wissenschaft vielen in dieser Zeit einen neuen Weg erschlossen hat. Welch ein Schatz war die Bibel sowie die große Menge der auswendig gewußten Schriftstellen und Lieder! Eine schwere Grippe konnte ich überwinden ohne ärztliche Behandlung, nur durch das Wort aus Johannes (1:12): „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben.“

Arge Schwellung und Schmerzen im Knie, die durch einen Sturz verursacht wurden, verschwanden zum großen Erstaunen meiner Umgebung in einer Nacht. Hunger und Kälte hatten keine nachteiligen Wirkungen, Haß verwandelte sich in Achtung. Nur die göttliche Liebe kann vergelten, was selbstlose Liebe und Freundschaft in jener Zeit für mich getan haben.

Ich danke Gott für Seinen treuen Zeugen Christus Jesus und für dessen aufrichtige Nachfolgerin Mary Baker Eddy; für das Wort Gottes in der Bibel, das uns im Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit“ erschlossen wird, und für alle Literatur unserer Religion. Ich bin dankbar für die treue Arbeit Der Mutterkirche und dafür, daß durch Anwendung fortschrittlicher Methoden die Wahrheit in noch größerem Maße der ganzen Welt zugänglich gemacht wird. Ganz besonders danke ich für den Christian Science Monitor, der den Journalismus aller Völker reinigend beeinflußt. Für Mitgliedschaft in Der Mutterkirche und in einer Zweigkirche, wie für den Segen des Klassenunterrichts bin ich ebenfalls aufrichtig dankbar. Ich bin bestrebt, meine Dankbarkeit durch die Tat zu beweisen. —

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