Eine liebevolle Bezeichnung, die Jesus oft für Gott verwendete, war „Vater“. Beim Lehren und in seinen Gebeten gebrauchte er diese Bezeichnung beständig. Mrs. Eddy erkannte Gott ebenfalls als Vater und setzte ihrem Begriff von Ihm das Wort „Mutter“ hinzu; so brachte sie die vollständige Vaterschaft und Mutterschaft Gottes ans Licht.
Gewöhnlich versteht man unter den Worten „Vater“ und „Mutter“ nur die menschlichen Eltern, aber diese Worte haben eine geistige Bedeutung, die das Denken zu einem klareren Verständnis von Gott als unserem Vater und unserer Mutter hinführen kann. In dem Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit“ schreibt unsere Führerin Mrs. Eddy (S. 518): „Gott gibt die geringere Idee Seiner selbst als ein Bindeglied für die größere, und dafür beschützt die höhere immer die niedere.“
Wenn wir das Gute in der menschlichen Vaterschaft und Mutterschaft betrachten, sehen wir, daß es die elterlichen Eigenschaften Gottes, des Geistes, versinnbildlicht. Ehe einem Ehepaar das erste Kind geboren wird, mögen sie Kinder gern haben, ohne jedoch das Empfinden zu besitzen, das Eltern eigen ist. Wenn aber das Kind geboren ist, wird in ihnen ein neuer Geist geweckt. Der Mann wird sich gewöhnlich in stärkerem Maße des Geistes der Vaterschaft bewußt, der in Liebe und Erbarmen für das Kind zum Ausdruck kommt. Er möchte für es sorgen, es hüten und schützen, seine Erziehung und Zukunft sicherstellen und ihm in jeder Weise helfen. Ist nicht dieser neue Geist der Vaterschaft eine Widerspiegelung des göttlichen Geistes, eine Widerspiegelung Gottes als des Vaters? Auch der neue Geist der Mutterschaft, den die Frau gewöhnlich in Liebe, Zärtlichkeit, Fürsorge und Beständigkeit zum Ausdruck bringt — ist er nicht die Widerspiegelung von Gott als Mutter?
Bitte anmelden, um diese Seite anzuzeigen
Sie erlangen vollständigen Zugriff auf alle Herolde, wenn Sie mithilfe Ihres Abonnements auf die Druckausgabe des Herold ein Konto aktivieren oder wenn Sie ein Abonnement auf JSH-Online abschließen.