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Erlösung durch richtiges Denken

[Urtext in deutscher Sprache]

Aus der April 1966-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Durch unser Denken bestimmen wir unser Erleben. Materielles Denken hat immer Disharmonie zur Folge, wogegen eine geistige Lebensauffassung von Harmonie begleitet ist. Da Gott den Menschen zu Seinem Bild und Gleichnis schafft, wie die Bibel offenbart, lehrt die Christliche Wissenschaft, daß in Wirklichkeit jeder die unbegrenzte Fähigkeit hat, wahrheitsgemäß zu denken und somit seine Erlösung auszuarbeiten.

In unserem Erleben kann sich nichts ohne Denken entfalten. Die Kraft einer Maschine zum Beispiel geht allein aus dem Denken hervor, das den Mechanismus entwickelte. Gottes Universum ist mit unzählbaren guten Gedanken erfüllt, und wenn wir einige von ihnen wahrnehmen und sie in unserem täglichen Leben ausdrücken, werden sie uns segnen und auch dazu beitragen, die Menschheit zu erlösen.

Was denken wir nun über uns selbst? Sind es gute oder schlechte Gedankenvorbilder, mit denen wir unseren Körper formen und beherrschen? Christus Jesus sagte (Luk. 11:34,35): „Dein Auge ist des Leibes Leuchte. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn aber dein Auge böse ist, so ist auch dein Leib finster. So schaue darauf, daß nicht das Licht in dir Finsternis sei.“

Wie wichtig es ist, nur gute und wahre Gedanken über uns zu haben, geht auch aus Mrs. Eddys Worten in „Wissenschaft und Gesundheit“ (S. 392) hervor: „Steh Wache an der Tür des Gedankens. Wenn du nur solche Schlüsse zugibst, wie du sie in körperlichen Resultaten verwirklicht zu sehen wünschst, dann wirst du dich harmonisch regieren.“ Wir sollten ständig nach dem Ursprung der Gedanken forschen, die zu uns kommen. Aus Gott gehen nur gute Gedanken hervor. Diese sind immer aufbauend und erhalten sich selbst, wohingegen alle sündigen, kranken, bösen und sterblichen Gedanken Erzeugnisse des sogenannten sterblichen Gemüts sind, die sich schließlich selbst zerstören.

Es taucht nun die Frage auf: „Wie können wir zu wahrhaften Denkern werden und dadurch unsere eigene Erlösung ausarbeiten und der Welt helfen?“ Es mag viele sogenannte Erfolgssysteme geben, die mit dem materiellen Denken zu arbeiten versuchen; sie gehen jedoch vom sterblichen Gemüt aus und nicht von Gott. Durch diese Tatsache bleiben sie im Bereich des menschlichen Willens und führen schließlich zu Verwirrung.

Wenn unsere mentale Arbeit zu harmonischen, erlösenden Ergebnissen führen soll, dann müssen wir stets von Gott als der Quelle aller wahren Gedankentätigkeit ausgehen. Die Segnungen, die sich daraus ergeben, beschränken sich nicht nur auf uns selbst, sondern erstrecken sich auf alle, die mit unserem erleuchteten Denken in Berührung kommen. Göttliches Denken ist nicht menschlicher Wille, der seinen Nächsten zu beherrschen sucht, sondern es ist das, was von der göttlichen Liebe ausströmt und immer heilt und segnet.

„Die Zeit für Denker ist gekommen“, lesen wir in „Wissenschaft und Gesundheit“ (Vorw., S. vii). Durch das Studium dieses Lehrbuchs in Verbindung mit der Bibel werden wir ganz natürlich zu scharfsichtigen und wahrhaften Denkern. Insbesondere bieten die Lektionspredigten, die im Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft aufgezeichnet sind, ein unübertreffliches Bildungsmittel, das uns ermöglicht, systematisch unsere Erlösung von Sünde, Krankheit und Tod auszuarbeiten und anderen zu helfen. Diese wöchentlichen Lektionen sind wie die Sprossen einer Leiter; sie führen uns täglich in der Erkenntnis der Wahrheit höher und höher. Es ist ein erhabenes Emporsteigen einem verheißungsvollen Ziel entgegen.

Das ernsthafte Studium der Wissenschaft des Christus führt zur ständigen Läuterung unseres Denkens. Wir lernen zwischen wertlosen und wertvollen Gedanken zu unterscheiden und unsere Gedankenschatzkammer mit der wahren Substanz des Geistes zu füllen. Wir hören auf, über ein materielles Problem und dessen scheinbare Ursachen nachzudenken, es zu erklären zu suchen oder mit anderen darüber zu sprechen, weil wir es als ein Trugbild im sterblichen Gemüt erkannt haben. Die scharfen Umrisse des persönlichen Sinnes verblassen immer mehr, weil wir unsere geistige Selbstheit zu erkennen beginnen.

Es zeigen sich Erfolge, an die wir vorher nie gedacht haben. Groll, Selbstbedauern, Selbstgerechtigkeit und Eigenwillen weichen der Selbstlosigkeit und Nächstenliebe. Wir beginnen alles in einem neuen Licht zu sehen, und unser ganzes Leben bekommt einen höheren Sinn. Mrs. Eddy schreibt (Wissenschaft und Gesundheit, S. 324): „Die Freudigkeit, die falschen Marksteine zu verlassen, und die Freude, sie verschwinden zu sehen — eine solche Gesinnung beschleunigt die endgültige Harmonie.“

Wenn wir den unschätzbaren Wert des Studiums der täglichen Lektionspredigten einmal voll erkannt haben, werden wir die Gelegenheit dieses Studiums bis aufs äußerste ausnutzen. Wir werden die Gottesdienste besuchen, die unser wöchentliches Studium in einer wunderbaren Art und Weise abschließen und uns in einer erhabenen Atmosphäre gleichen Denkens besondere Inspiration verleihen.

Das alte Sprichwort: „Jeder ist seines Glückes Schmied“, hat durch die Lehre der Christlichen Wissenschaft eine neue Bedeutung gewonnen. Wir müssen arbeiten, wachen und beten; wir müssen wahrhaft denken. Gottes Engel kommen beständig von Gott zum Menschen, und wenn wir uns ihrer bewußt werden, dann brauchen wir uns um das Morgen keine Sorgen mehr zu machen. Mit den Worten der Offenbarung (22:17): „Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“


Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einträchtig gesinnt seid untereinander nach Jesus Christus, auf daß ihr einmütig mit einem Munde lobet Gott, den Vater unsres Herrn Jesus Christus. Darum nehmet einander an, gleichwie uns Christus
hat angenommen zu Gottes Lob. — Römer 15:5–7.

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