Jesu Zeit der Abgeschiedenheit in Nazareth war nun zu einem Ende gekommen, und er war bereit, in der Öffentlichkeit zu wirken und die um sich zu sammeln, die seine Jünger werden sollten. Sie würden das besondere Vorrecht haben, täglich bei ihm zu sein, wenn er predigte, lehrte und heilte. Sein Vorbild sollte ihnen zugute kommen, und sie sollten aus seinen Gleichnissen und Unterweisungen lernen, bis sie selbst imstande sein würden, seine Arbeit, die er jetzt begann, weiterzuführen und auszudehnen.
Es war Brauch, daß die Lehrer seiner Zeit einen Kreis verständnisvoller Nachfolger um sich versammelten, die sich ernsthaft mit dem mosaischen Gesetz befaßten, das diese Lehrer auslegten. Johannes der Täufer hatte solch eine Gruppe an sich gezogen. So sollte nun auch Jesus Männer berufen, die ihn in seiner Arbeit unterstützen würden, Jünger, auf die er sich später auf verschiedenerlei Weise bezog — er sprach von ihnen als von seinen Freunden, seinen Brüdern, ja seinen Kindern oder „diesen Kleinen“ und seinen Dienern. Diese sollten Zeugen davon sein, wie sich jenes Himmelreich zu entwickeln begann, über das sie in den kommenden Tagen viel hören sollten.
So geschah es, daß sich dort, wo Johannes der Täufer wirkte, oder nahebei, die berühmte Gruppe von zwölf Männern, engen Nachfolgern des Meisters, zu bilden begann.