Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Die Verschiedensten Menschen...

Aus der Januar 1994-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Verschiedensten Menschen haben die Wissenschaft von Gott auf ihre ganz persönliche Weise gefunden. In der Tat steht es jedem frei, sie zu entdecken — wo und wann auch immer. Und das so wunderbar Befreiende daran ist, daß man keine besondere gesellschaftliche Stellung, Weltanschauung oder Hautfarbe haben muß.

Ich erinnere mich, daß mein Vater mich lehrte, christusähnlich zu leben und zu sein. Obwohl er gar kein Christ war, verstand er irgendwie viele der Wahrheiten, die in der Bibel über Gott, den Menschen und das Universum erwähnt werden. Er pflegte zu sagen: „Gott ist dein Vater und deine Mutter.”

Heute, fast fünfzig Jahre später, weiß ich das Verständnis meines Vaters richtig zu schätzen durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft, die ich für die absolute Wahrheit halte. Ja, Gott ist mein Vater und meine Mutter, und Christi Jesu Gebot, Gott über alles und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben, ist die rechte Art zu leben. Auch verstehe ich folgende Aussage aus Wissenschaft und Gesundheit (S. 403) immer besser: „Du bist Herr der Situation, wenn du verstehst, daß das sterbliche Dasein ein Zustand der Selbsttäuschung ist und nicht die Wahrheit des Seins.“

Während ich in einem fremden Land an einer Hochschule tätig war, gewöhnte ich mir das Rauchen an. Ich litt unter scheußlichen Anfällen von Migräne, unter Bronchitis, schweren Depressionen und unter Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz. Und jedesmal griff ich zur Zigarette, um meine angegriffenen Nerven zu beruhigen.

Als ich eines Tages die Straße entlangging, las ich in einem Fenster einen kurzen Bibelvers, der wie für mich gemacht schien und die Antwort enthielt, die ich genau in dem Augenblick brauchte. Ich stellte fest, daß ich vor einem Leseraum der Christlichen Wissenschaft stand. Ich ging hinein und kaufte eine Bibel und alle verfügbaren Werke von Mrs. Eddy. Was ich dort über Gott, den Menschen und das Universum las, war einleuchtend und folgte einem logischen Gedankenschema; ich war bereit, diese Aussagen der Christlichen Wissenschaft als wahr anzuerkennen. Jetzt sah ich in Gott einen liebenden Freund, nicht einen strafenden Gott, und ich erkannte, daß Er als Geist allgegenwärtig ist. Ich spürte, Er würde mir ganz gewiß helfen, mich heilen, beschützen und mich stets und in jeder Beziehung versorgen, wenn ich Ihn liebte und Ihm ohne zu zweifeln vertraute. Wir alle sind vollständig und besitzen Intelligenz, Gesundheit, Güte, Sanftmut, Macht, Stärke, Geduld, Liebe und Freude — ohne jede Einschränkung. Diese geistigen Eigenschaften gehören uns als Vertreter Gottes, des Geistes, von Natur aus.

Ich beschloß, diese Ideen praktisch zu erproben. Jedesmal wenn es bei der Arbeit falsche Anschuldigungen oder Unstimmigkeiten gab, wehrte ich mich standhaft gegen den Impuls, nach einer Zigarette zu greifen. Ich dachte an die Worte Christi Jesu: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch... Euer Herz erschrekke nicht und fürchte sich nicht” (Joh 14:27). Ich ließ mich nicht aus der Fassung bringen und zeigte keine Furcht, und die biblische Versicherung gab mir ein Gefühl der Sicherheit und der Nähe Gottes. Ich erlebte dann, daß die Situation sich entspannte, und echter Friede war das Ergebnis. Plötzlich stellte ich fest, daß ich nur noch selten rauchte, und all die damit verknüpften unangenehmen Nebenwirkungen verschwanden ebenfalls bald. Der feste Wunsch, gesund und frei von der Sucht nach Tabak zu sein, half mir, diese Abhängigkeit völlig zu überwinden.

Schließlich wurde ich Mitglied Der Mutterkirche und nahm dann Klassenunterricht in der Christlichen Wissenschaft. Ich fühle mich dazu veranlaßt, für folgende Erfahrung zu danken. Jedes Jahr besuchen diejenigen, die am Klassenunterricht teilgenommen haben, den Klassentag ihrer Schülervereinigung. Dies ist ein wichtiger Tag im Terminkalender jedes Schülers. Ich hatte andere über diesen wunderbaren Tag sprechen hören, und in diesem Jahr nun war es für mich zum ersten Mal soweit! Meine Erwartungen waren sehr hoch, und ich wartete ungeduldig auf den Tag, an dem unsere Lehrerin zu uns sprechen sollte.

Doch in der Nacht vorher wurde ich gegen drei Uhr durch einen Telefonanruf geweckt. Man bat mich dringend, sofort nach Hause zu fliegen, um einem Angehörigen beizustehen, der überraschend erkrankt war. Unter Tränen rief ich meine Lehrerin an und schilderte ihr die Situation. Sie sagte nur: „Wir werden an Sie denken“, und ich dankte ihr.

Ich fühlte mich benommen, geistig und körperlich. Als ich telefonisch einen Flug nach Hause buchen wollte, wurde mir gesagt, daß der nächste Flug erst in zwei Tagen ginge. Mein nächster Gedanke war, die wöchentliche Bibellektion aus dem Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft zu lesen. Eine Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit beschäftigte mich besonders: „Gemüt ist Herr über die körperlichen Sinne und kann Krankheit, Sünde und Tod besiegen. Mache von dieser gottgegebenen Vollmacht Gebrauch... Erhebe dich in der Stärke des Geistes, um allem zu widerstehen, was dem Guten unähnlich ist.“ Die Krankheit meines lieben Verwandten war mit Sicherheit „dem Guten unähnlich“, dachte ich, und ich konnte ihr zweifellos in meinem Denken „widerstehen“. Warum? Die Antwort auf diese Frage gibt der darauffolgende Satz: „Gott hat den Menschen dazu fähig gemacht, und nichts kann die dem Menschen göttlich verliehene Fähigkeit und Kraft aufheben“ (S. 393). Ich ging zu meinem Klassentag.

Als die Ansprache an jenem Vormittag begann, konnte ich mich zunächst nicht konzentrieren. Doch innerhalb kurzer Zeit wurde ich durch das, was ich über Gott, das göttliche Gemüt, hörte, inspiriert und erhoben. Ich wußte, daß ich dort am richtigen Platz war und nichts auf der Welt mir die Wahrheit vorenthalten konnte, die ich dort lernte. Und ich war glücklich, als ich am nächsten Morgen erneut einen Anruf erhielt und erfuhr, daß der Verwandte wohlauf war.

Diese Erfahrung lehrte mich, daß die Gegenwart und Macht der Liebe Gottes präzise arbeitet, ohne Einschränkungen durch Raum oder Zeit. Hier sei an folgende Worte von Mrs. Eddy an ihre Schüler erinnert: „Wir, heute in diesem Klassenzimmer, sind genug, die Welt zu bekehren, wenn wir ein Gemüt haben; denn dann wird die ganze Welt den Einfluß dieses Gemüts spüren, wie da die Erde wüst und leer war und Gemüt sprach und sie Gestalt annahm“ (Vermischte Schriften, S. 279).


Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / Januar 1994

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.