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Im Laufe Der Jahre hat sich meine...

Aus der Juni 1995-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Im Laufe Der Jahre hat sich meine Dankbarkeit für die Christliche Wissenschaft immer mehr vertieft. Ich wuchs in einer Familie auf, die in den Lehren der Christlichen Wissenschaft fest verankert war. Meine Mutter erzählte mir, daß ich mit einem Herzfehler zur Welt kam und dieser Zustand allein durch Gebet geheilt wurde. Als Kind erlebte ich auch viele andere Heilungen.

Noch in der Schulzeit hatte ich einmal einen eingewachsenen Zehnagel. Zuerst versuchte ich, diesen Zustand durch meine eigenen Gebete zu heilen, jedoch ohne Erfolg. Dann bat ich meine Eltern um Hilfe, fand aber wenig Erleichterung. Schließlich rief ich einen Ausüber an. Aber das Problem schien nur noch schlimmer zu werden. Ich konnte keine Schuhe mehr tragen, die den Zeh bedeckten.

Als nach mehreren Wochen keine Besserung eingetreten war, fragte mich meine Mutter, ob ich zum Arzt gehen wolle. Ich glaube, sie hatte das Gefühl, daß ich mit dem Gedanken spielte, das zu tun. Und da bisher nichts geholfen hatte, bat ich den Ausüber, nicht mehr für mich zu beten, und suchte eine Klinik auf. Der Arzt untersuchte den Zeh, schrieb ein Rezept aus und sagte mir, was ich zu tun hätte. Nach mehreren Wochen war keine Besserung festzustellen, so daß der Arzt meinte, der Zeh müsse operiert werden.

Als ich eine Woche später zur Operation wiederkam, erklärte der Arzt, die Klinikregeln ließen es zu seinem Bedauern nicht zu, daß er die Operation durchführe. Er überwies mich an einen Spezialisten mit dem Vermerk, ohne Operation könne der Zeh nicht gesund werden.

Danach ging ich nach Hause, warf die Medikamente weg, gab die ärztliche Behandlung auf und wandte mich an die Bibel und an Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy. Wieder bat ich einen Ausüber um Hilfe. Ich erinnere mich nicht mehr genau an die Wahrheitsgedanken, mit denen wir beteten, aber rückblickend ist mir klar, daß mein erneuerter, starker Glaube an die Heilkraft des Gebets den Weg zur Heilung öffnete, die dann auch in wenigen Tagen eintrat.

Nachdem ich meinen Militärdienst abgeleistet hatte, mußten wir aus beruflichen Gründen in eine ländliche Gegend ziehen. Die nächste Christlich-Wissenschaftliche Vereinigung war über 100 km von unserem Wohnort entfernt. Wir hielten zu Hause Gottesdienste für unsere kleine Familie ab, sehnten uns aber nach aktiver Kirchenmitgliedschaft. Als meine Frau und ich beteten, wurde ich dazu geführt, meine Stellung aufzugeben. Wir zogen an einen Ort, der 3500 Km entfernt lag, obwohl dort keine Arbeitsaussichten bestanden. Als wir dort ankamen, machten wir sofort die Adressen eines Ausübers und einer Kirche Christi, Wissenschafter, ausfindig. Heute, nach mehr als dreißig Jahren, freue ich mich noch ebenso wie am ersten Tag, Mitglied in dieser Kirche zu sein. Die Mitgliedschaft hat mich reich gesegnet, und dafür bin ich tief dankbar. Durch Gebet eröffnete sich mir ein völlig neues Arbeitsgebiet, das sich zu einer lebenslangen Tätigkeit entwickelte.

Eine andere Heilung, die mir sehr viel bedeutet, war die von Mumps im Alter von 31 Jahren, ohne daß irgendwelche Nachwirkungen eintraten. Bis dahin waren meine Heilungen mehr oder weniger durch meinen Glauben und die Hilfe von Ausübern zustande gekommen. Nur langsam erlangte ich das geistige Verständnis, das für echten Fortschritt erforderlich ist. Schon immer war mir das Lesen sehr schwergefallen. Es machte mir große Mühe, und ich konnte mich nur kurze Zeit darauf konzentrieren. Ich hatte auch nicht am Klassenunterricht in der Christlichen Wissenschaft teilgenommen, weil ich glaubte, wegen meiner Leseschwäche nicht genug studieren zu können. Aber nachdem ich von Mumps geheilt wurde, meldete ich mich zum Klassenunterricht an, und schon bald war ich imstande, mit größerer Konzentration und mehr Verständnis zu lesen. Später war ich in unserer Kirche Erster Leser, eine Aufgabe, von der ich nie geglaubt hatte, daß ich sie bewältigen könnte. Diese Heilung ist so wertvoll für mich, weil sie mir bewies, daß Intelligenz ihren Ursprung nicht im Gehirn, sondern in Gott hat.

Auf einem Kontrollgang um unser Kirchengebäude entdeckte ich eines Tages Graffiti an einigen Türen. Meine erste Reaktion war, zu beten, um einen Weg zu finden, das Gekritzel zu entfernen. Ich wurde dazu geführt, verschiedene Reinigungsmittel auszuprobieren, und konnte so die Graffiti ohne nennenswerte Beschädigung des Anstrichs entfernen. Dafür war ich sehr dankbar. Doch langsam wurde mir klar, daß meine Gebete das Ziel haben mußten, die Graffiti, die immer wieder erschienen, zu beenden.

Anscheinend gab es in unserer Gegend junge Leute, die unter Mangel, Mißhandlung, Unwissenheit und Vernachlässigung durch ihre Eltern litten. Es wird allgemein angenommen, daß solche Kinder rabiat, zornig und destruktiv werden und zu Vandalismus neigen. Mrs. Eddy schrieb: „Die Nachkommen himmlisch gesinnter Eltern erben mehr Verstand, besser ausgeglichene Gemüter und eine gesündere Konstitution“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 61). Als ich darüber betete, kam mir der Gedanke, daß diese jungen Menschen, die unsere Türen beschmierten, in Wirklichkeit die Kinder Gottes waren. Der Mensch ist nicht das Opfer sterblicher Umstände, sondern die Widerspiegelung Gottes; er hat keinen Grund, zornig, gewalttätig oder verletzend zu sein. Könnten wir, da jeder von uns Gottes Kind ist, denn himmlischer gesinnte Eltern haben als Gott? In Wissenschaft und Gesundheit lesen wir weiter: „In der Wissenschaft ist der Mensch der Sprößling des Geistes. Das Schöne, das Gute und das Reine sind seine Ahnen. Sein Ursprung liegt nicht im tierischen Instinkt wie der Ursprung der Sterblichen, noch geht der Mensch durch materielle Zustände hindurch, ehe er die Intelligenz erreicht. Geist ist seine ursprüngliche und endgültige Quelle des Seins; Gott ist sein Vater, und Leben ist das Gesetz seines Seins“ (S. 63).

Als ich mit diesen Wahrheitsgedanken betete, hörte die Kritzelei auf! Das hat mir klargemacht, wie wichtig es ist zu beten, bevor wir Maßnahmen ergreifen, die wir für erforderlich halten, und dann weiterzubeten, bis Gott uns zeigt, daß keine menschlichen Schritte mehr notwendig sind. In diesem Fall bestand die endgültige Lösung nicht darin zu erkennen, welches Reinigungsmittel geeignet war, sondern daß der Mensch „der Sprößling des Geistes“ ist.

Ich könnte noch viele andere Heilungen berichten. Meine Dankbarkeit für die Christliche Wissenschaft und die durch sie gewonnene Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes kann ich mit menschlichen Worten nicht ausdrücken.


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