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Was halten Sie von Mode?

Aus der Februar 2000-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


ein Modedesigner entwirft für jede saison, das heißt für jedes halbe Jahr, eine oder mehrere Kollektionen. Dabei ist sein höchstes Ziel, neue Ideen zu entwickeln, die ganz besonders den Zeitgeist erfassen, also das Modeempfinden und den Geschmack der entsprechenden Zielgruppe zu treffen. Die manchmal blühende, oft auch provozierende Kreativität und das Einfühlungsvermögen des Modeschöpfers bringen kleine oder große Veränderungen der jeweiligen Mode zum Tragen und nicht selten aufregende Innovationen ans Licht.

Betrachten wir Mode rückblickend, ist sie ein Spiegel der Empfindungen der Menschen: Mal pompös, mal rebellisch oder auch befreiend. In jedem Fall lebt Mode von ständiger Veränderung, von Wandel und Erneuerung und braucht die Bereitschaft sich von Altem zu lösen. Dabei wird auch bewusst entschieden, sinnvolle, nützliche Formen als sogenannte „Klassiker” beizubehalten.

So gesehen finden wir bei der Mode lauter Merkmale, die auch unser tägliches Leben prägen: Im Zeitalter der Technik, des computers, der Luftund Raumfahrt müssen auch wir ständig umdenken, neu denken und Gewohntes überprüfen. Wir können Mode also auch als Herausforderung begreifen, um uns freudig mit Neuem zu befassen. So gibt es keinen Stillstand, sondern wir beschäftigen uns mit immer neuen Ausdrucksformen.

Leider wird mit Mode auch häufig Missbrauch getrieben. Menschen zum Beispiel nur nach ihrem Äußeren, ihren Kleidern und der „richtigen” Marke der Kleidung zu beurteilen, ist eine stark begrenzte Sicht. Sie beraubt den so denkenden Betrachter, weil der wirkliche Mensch mit seinen geistigen Eigenschaften und Werten nicht erkannt wird. Auch das Streben, durch modische Kleidung Selbstbewusstsein und Schönheit zur Schau zu stellen, die wir unserer Meinung nach sonst gar nicht besitzen, darf uns nachdenklich machen. Diese ScheinSicht wird dem von Gott erschaffenen Menschen, als der der Mensch in der Genesis der Bibel vorgestellt wird, nicht gerecht. Mary Baker Eddy, die ein grundlegendes Buch über die Beziehung des Menschen zu Gott geschrieben hat, äußert sich dazu so: „Schönheit und Anmut sind unabhängig von der Materie.” Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 247. Und weiter: „Die Ausschmückung der Person ist eine schwacher Ersatz für den Zauber des Seins, der Alter und Verfall leuchtend und ewig überstrahlt.” Edb.

Also entscheidet unser Motiv, wie wir Mode gebrauchen, darüber, ob die Mode uns nützt oder schadet. Wollen wir Unsicherheit verstecken oder haben wir Angst, ausgegrenzt zu werden? Betrachten wir etwa unsere Mitmenschen in der gleichen reduzierten Weise?

Schönheit, die dauerhaft anziehend ist, ist unabhängig von der jeweils gängigen Mode und kommt von innen. Sie ist ein Ausdruck von Seele. Mary Baker Eddy schreibt: „Das Rezept für Schönheit heißt weniger Illusion und mehr Seele zu haben ...“ Ebd. Wir können die falsche Vorstellung — in unserer Schönheit von äußeren Einflüssen wie der Mode abhängig zu sein — fallen lassen und Seele zum Ausdruck bringen durch Reinheit, Sanftheit, Offenheit, Verständigkeit. Somit sind wir in unserer Attraktivität frei von jeglichem Modediktat und dem Zwang, jedem Trend folgen zu müssen.

Jedoch können wir uns freudig mit aktueller Mode umgeben, um uns an ihr zu erfreuen. Gleich einem Strauß Blumen, der in seiner äußeren Schönheit zwar vergänglich ist, aber als Idee in unseren Gedanken dauerhaft bewahrt bleiben und sogar immer neue Foremen annehmen kann.

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