Seufzend sagte eine Frau beim Einkaufen zu mir: »Jetzt werden die Tage wieder kürzer. Und dann diese Novemberstimmung, die macht mich ganz depressiv! Dazu noch diese trübsinnigen Feiertage!«
Da erinnerte ich mich, dass es mir vor vielen Jahren ähnlich ging, und ich fragte mich: »Was hat eigentlich diese Einstellung so grundlegend bei mir verändert?« Diesen »November-Blues« kannte ich bei mir seit Jahren nicht mehr. Ich entdeckte damals, dass nicht die äußeren Zustände meine Stimmung beeinflusst haben, sondern dass ein negatives Element in meinem Denken die depressive Stimmung hervorgerufen hat. Nicht das nasskalte, trübe Wetter war Schuld an meinen Depressionen, sondern die nicht geheilte Schwermut in meinem Denken.
Ich sah mir nun das genauer an, was mich daran hindern könnte, meine Lebensfreude, meine Energie und meine Ausgeglichenheit ungeachtet der jahreszeitlichen Veränderungen zu erleben. Pessimismus, trübe Aussichten, hoffnungslose und negative Einstellungen berauben uns unserer natürlichen Eigenschaften der Aktivität und Fröhlichkeit, wie wir sie oft bei einem kleinen Kind sehen.