»Mami«, rief der kleine Junge ganz aufgeregt, als ihn seine Mutter vom Kindergarten abholte. »Stell dir vor, was wir heute gemacht haben. Wir haben rohe Eier in ein Wasser reingelegt und zugeschaut, wie sich die Eierschale langsam aufgelöst hat.» (Er meinte eine Kalkreiniger-Lösung.)
Und was ist aus den Eiern geworden? Rührei? Ganz und gar nicht. Unter der Schale haben Eier eine relativ dünne, aber zähe Haut. Davon merkt man nicht viel, wenn man ein Ei am Pfannenrand anschlägt um sich ein Spiegelei zu braten. Die Haut bleibt an der Schale innen kleben. Aber wenn man die Schale auflöst, dann hält diese Haut das Ei zusammen. Und zwar überraschend widerstandsfähig.
Der Junge hatte sein schalenloses Ei mit nach Hause gebracht und führte seiner Mutter stolz vor, dass das Ei sogar gequetscht werden kann ohne kaputt zu gehen. Es hatte eine Konsistenz etwa so wie ein Anti-Stress-Ball.