
Editorials
In der christlich-wissenschaftlichen Behandlung oder dem Gebet im Sinne der Christlichen Wissenschaft spielt das Argument eine bedeutende Rolle. Wohl gibt uns der Geist der W ahrheit, der Christus-Geist, die Macht, die Kranken und Sündigen ohne Argumente zu heilen, wenn wir diesen Geist in genügendem Maße besitzen.
Jeder von uns hat das gleiche Maß an Zeit zur Verfügung, mit dem er rechnen kann. Wichtig jedoch ist, was wir mit unserer Zeit tun.
Liebe ist G ott, P rinzip, S eele. Das Wirken der L iebe besteht in der Widerspiegelung ihrer Eigenschaften, und dadurch offenbart sie sich als der Urquell von allem, die Substanz von allem und das Bewußtsein von allem und zeigt sich als stets harmonisch, grenzenlos gut und wunderbar vollkommen.
Für die meisten Menschen dreht sich das menschliche Leben um das ständige Bemühen, den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, die der Unterhalt, die Gesundheit, menschliche Wünsche und die Forderungen des Fortschritts in der von uns gewählten Tätigkeit an uns stellen. Da das menschliche Gemüt diese Forderungen als von Natur aus materiell ansieht, sucht es sie natürlich durch materielle Mittel zu befriedigen.
Die obige Frage zu stellen kommt der Frage gleich: Woher kommt die Unwissenheit? Wir alle wissen, daß Unwissenheit eine Verneinung ist, das Gegenteil oder die Abwesenheit von Verständnis. Wir sind uns jedoch nicht so sicher, daß das Böse eine bloße Verneinung ist, die Abwesenheit des Guten oder dessen Gegenteil.
Von einem rein menschlichen Standpunkt aus gesehen mag das Thema dieses Leitartikels zu Meinungsverschiedenheiten führen, denn ein Intellektueller kann auch ein Metaphysiker sein. Doch vom Standpunkt der Christlichen Wissenschaft [ Christian Science Sprich: kr’istjen s’aiens.
Das allgemeine menschliche Denken vertritt zuweilen die Ansicht, daß Unabhängigkeit und Gehorsam sich gegenseitig ausschließen. Unabhängigkeit wird häufig aus enger Sicht als ein Zustand betrachtet, der einen von der Notwendigkeit des Gehorsams entbindet, das heißt, daß man tun kann, was einem beliebt, und Gehorsam wird als eine Haltung aufgefaßt, in der man sich dem Zwang unterwirft und alles tut, was von irgendeiner Autorität verlangt wird.
Es ist das Ziel eines jeden Christlichen Wissenschafters, jenen geistigen Bewußtseinszustand zu erreichen, der G ott als S eele erkennt. Dann spiegelt das Bewußtsein, das der einzelne von seinem eigenen Sein hat, unmittelbar und vollkommen das göttliche Bewußtsein wider.
Wahrheit ist das, was ist, das, was absolute oder ewige Existenz besitzt. Wenn dem menschlichen Bewußtsein die Wahrheit aufgeht, wird jeglichem Glauben an ihr Gegenteil ein Ende gesetzt.
Die Auferstehung Christi Jesu lehrt uns, daß das Göttliche und Unendliche nicht im Irdischen und Endlichen eingeschlossen werden kann. Das leere Grab war mehr als ein Platz.