
Editorials
Die Bereitwilligkeit, seinen eigenen Willen dem Willen G ottes unterzuordnen, ist eine wesentliche Eigenschaft eines wahren Christen und jedes überzeugten Monotheisten. Wenn aber diese Bereitwilligkeit spontan und ohne Vorbehalte sein soll, muß sie sich auf das Verständnis von der allerhabenen Weisheit und Güte G ottes, der göttlichen L iebe, gründen.
Weil die Menschen angenommen haben, das Böse sei eine Wirklichkeit, es sei so wirklich wie das Gute und zuweilen mächtiger als das Gute, war ihre Fähigkeit, es zu überwinden, nur begrenzt. Für die materiell Gesinnten scheint das Böse zweifellos wirklich zu sein, Macht zu besitzen und stets am Werk zu sein.
Zu allen Zeiten der menschlichen Geschichte haben Menschen wie Völker unterschiedliche Normen des Guten gehabt. Die flüchtige Natur dieser Normen weist auf den ständigen Wandel jener Elemente hin, die sie formten, wie Erziehung, Geschmacksrichtungen, Wünsche und der sich daraus ergebende moralische Ausblick des menschlichen Gemüts und seine sittliche Enthaltsamkeit.
Eine Folgerung ist nur dann richtig, wenn sie sich auf korrekte Voraussetzungen gründet. Von den frühesten Zeiten der Geschichte bis zur Gegenwart ist die Methode des deduktiven Folgerns von Denkern angewandt worden, die gewisse Wahrheiten erkannten und von da aus Schlußfolgerungen zogen.
Eine allgemein anerkannte Theorie der Erziehungspsychologie besagt, daß der Mensch ein Mechanismus sei, einem Rechenautomaten gleich, jedoch viel komplizierter. Die Theorie vertritt ferner die Ansicht, daß die Mentalität lediglich die Tätigkeit eines Mechanismus sei und daß es sich bei der Erziehung um einen Vorgang handele, bei dem der Mechanismus geschult wird, einem gewissen Schema zu folgen, d.
Die allgemeine menschliche Erfahrung zeigt, daß eine Tätigkeit, wenn sie zu guten Ergebnissen führen soll, in Ursprung und Zielsetzung gut sein muß. Sie muß auch zur rechten Zeit einsetzen und ein ausreichendes Wirkungsvermögen besitzen.
In einer Welt, die Kraft größtenteils mit materiellen Maßstäben bemißt, mögen die Stimmen jener, die die Macht der Sittlichkeit verkünden, nur schwach vernehmbar sein. Die von ihnen geäußerten Wahrheiten entbehren jedoch nicht der Kraft, und sie sollten beachtet werden, denn sie stehen in Übereinstimmung mit den inspirierten Worten der Heiligen Schrift (Ps.
Es ist interessant festzustellen, wie groß in der heutigen Zeit die Zahl der Schriftsteller ist, die ihre Aufmerksamkeit G ott zuwenden, nicht notwendigerweise um die Existenz des Höchsten Wesens zu leugnen, doch offensichtlich in der Absicht, sie in Frage zu stellen. Dies ist natürlich nur ein Anzeichen für ein allgemeines Zweifeln.
Jesu Unterhaltungen mit denen, die er heilte, geben uns ein Beispiel, eine Richtschnur für die wissenschaftliche mentale Praxis. Erklärungen wie: „Stehe auf und hebe dein Bettlein auf und gehe heim!“ (Luk.
Die grundlegende Einheit der menschlichen Gesellschaft ist die Familie. Die Familienmitglieder empfangen täglich Stärke und Ermutigung aus der Tatsache, daß sie einander nahe sind, sie empfangen täglich Trost aus der Liebe, die sie füreinander empfinden, und Schutz durch diese Liebe sowie durch die Anerkennung ihrer gemeinsamen Interessen.