
Editorials
Der Wert des menschlichen Lebens — sein Glück, seine innere Kraft, seine Befriedigung — hängt in hohem Maße davon ab, inwieweit der einzelne die Gelegenheiten wahrzunehmen vermag, die sich ihm bieten, um sein Verlangen zu erfüllen, etwas zu vollbringen, um seine Fähigkeiten erfolgreich einzusetzen und so seinen Wert für sich selbst und andere zu beweisen. Selbst die Zuversicht, die sich auf die rein menschliche Auffassung gründet, daß es einem nie an Gelegenheiten zum Gutestun fehlen wird, befreit das Denken.
Die Welt schaut auf die Jugend und erwartet von ihr neue Beiträge für die Entwicklung der menschlichen Kultur in den Wissenschaften und in der Kunst. Man erwartet, daß sich die Türen des Denkens neuen Ausblicken auf das Leben öffnen, man erwartet, daß sich Talente in größerem Umfange zeigen werden, und man erwartet, daß eine befreite Intelligenz die Menschheit auf bisher noch undeutliche oder unbekannte Pfade des Wissens führen wird.
Wenn wir im Herbst auf die roten Blätter oder im Winter auf die kahlen Zweige schauen, die sich gegen den Schnee abheben, warum schauen wir? Was sehen wir? Das Warum bestimmt das Was, denn der Beweggrund beim Sehen lenkt den Blick. Wenn wir nicht über unsere Schritte hinaussehen wollen, mögen wir nur bemerken, daß das Rot existiert oder daß der Schnee fällt.
Die Grundlage der Christlichen Wissenschaft beruht auf ihrer Lehre vom Wesen G ottes, des göttlichen P rinzips. Die prägnante Definition von G ott finden wir auf Seite 465 und in einer anderen Fassung auf Seite 587 des Buches „Wissenschaft und Gesundheit“ von Mary Baker Eddy.
Die Christliche Wissenschaft stellt aufsehenerregende Behauptungen auf, doch ein jeder, der ihnen zustimmt und ihren Wahrheitsgehalt begreift, findet sich in heiliger Verbundenheit mit der göttlichen Macht. Eine solche Erklärung ist die, daß, da G ott der einzige Schöpfer ist — und „Schöpfer“ deutet auf schöpferische oder konstruktive Tätigkeit hin — es in Wirklichkeit kein zerstörerisches Wirken geben kann.
„Die göttliche Liebe hat immer jede menschliche Notdurft gestillt und wird sie immer stillen. “ Diese Erklärung von Mrs.
Unter den ungelösten Problemen, die der Menschheit heutzutage Leiden bringen, gibt es nur wenige, die nicht auf die Annahme zurückgeführt werden könnten, daß die Lösung von einem Wandel in dem Denken eines anderen, aber nicht in unserem eigenen, abhängig sei. Die Welt ist vom Krieg bedroht, weil andere glauben, ihre Lebensweise sei besser als die unsere.
Die Christliche Wissenschaft hat die Tatsache enthüllt, daß die wahre Bedeutung von Gesundheit sehr viel umfassender ist als das bloße normale Funktionieren des Körpers oder die Abwesenheit von Krankheit irgendwelcher Art. Selbst diese materiellen Anzeichen von Gesundheit stellen in Wirklichkeit nicht Wirkungen körperlicher Kräfte oder Fähigkeiten dar, sondern sie entstammen letzten Endes einer endgültigen geistigen Ursache, die die einzige Quelle wahrer Gesundheit ist.
Die Art der Gedanken, die wir denken, bestimmt die Art des Lebens, das wir führen. Und, so seltsam wie es auch klingen mag, wir sind ebensowenig die Urheber unserer Gedanken, wie die Urheber der Speise, die wir essen, oder der Luft, die wir atmen.
„Der höchste Grad des Guten ist der unendliche G ott und Seine Idee, der Alles-in-allem“, schreibt Mrs. Eddy in ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S.