
Editorials
Studenten der heutigen Zeit, die einen christlichen Glauben vertreten, mögen feststellen, daß ihr Glaube herausgefordert wird. Die Herausforderung mag in Gestalt eines Vernunftschlusses an sie herangetragen werden und folgende Form annehmen: Nur das ist Wissenschaft, was alles in Frage stellt.
Hilfe ist dort, wo wir sind, denn der Urquell aller Hilfe ist eine allumfassende Gegenwart: der allwirkende G ott. Und doch scheint sich einer der Instinkte der menschlichen Natur darin zu zeigen, daß man Hilfe zu bekommen versucht, indem man vor dem Problem davonläuft.
Es gibt einen Begriff vom Menschen, der sich auf das gründet, was sichtbar, aber nicht wirklich ist. Es gibt einen anderen Begriff, der sich auf das gründet, was wirklich ist, obgleich es nicht sichtbar in Erscheinung tritt.
Was auch immer ein Mensch zu unternehmen plant, er bemißt die Ratsamkeit und Zeitgemäßheit des Schrittes nicht nur nach dem, was er als seine allgemeine Situation erkennt, sondern auch danach, wie sich ihm aus seiner Perspektive die Zukunft darbietet. Wenn seine Ansichten von den materiellen Sinnen geformt werden, werden sie sich innerhalb der Begrenzungen der materiellen, sterblichen Lebensauffassung bewegen mit ihren Ungewißheiten, bedrückenden Einflüssen und verborgenen Befürchtungen.
Der Apostel Paulus sagte: „Wir sehen nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2.
Wenn wir heute unseren Blick auf die Welt richten, möchte es so scheinen, als könnten wir als einzelne nur sehr wenig tun, um sich anbahnende Ereignisse zu verhindern. Das Böse scheint unbesiegbar zu sein.
Theorie ohne Beweis ist intellektuelles Experimentieren, eine Hypothese, die als Erklärung für gewisse Phänomene und deren Ursachen und Zusammenhänge dargeboten wird; daher bedeutet sie bloße Spekulation oder Betrachtung. Andererseits ist eine Theorie, die sich durch die Anwendung ihrer Grundwahrheiten als wahr erwiesen hat, exakte Wissenschaft, denn sie kann verstanden und in der Praxis erfolgreich angewandt werden.
Eine Lehre, die unter den Theologen der ersten Jahrhunderte des Christentums viele Meinungsverschiedenheiten auslöste, war die Lehre von der Fleischwerdung. In jenen Tagen, da das Christentum im Entstehen begriffen war, gab es verschiedene Sekten, die die Verkehrtheit der Materie erkannten, ihre trügerische Natur sowie auch die Tatsache, daß die Materie die Grundlage der Sünde ist.
Die Bibel enthält viele Verheißungen, die uns ermutigen, voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken, im Vertrauen darauf, daß das Gute in allen Dingen den Sieg davontragen wird. Aber die Bibel enthält viel mehr als nur Verheißungen.
Angesichts einer bedrohlich erscheinenden Situation in der Welt, einer Situation, in der sich das Böse brüstet, dem Guten überlegen zu sein, und zwar oft im Namen des Guten, ist es ermutigend, über eine Frage nachzudenken, die Mrs. Eddy stellt und dann mit Worten aus der Bibel beantwortet.