
Editorials
War der Psalmist David nur ein unermüdlicher Optimist, oder entsprangen seine aufmunternden Lieder einem feststehenden, bewiesenen Verständnis der Tatsächlichkeit und Verfügbarkeit der geistigen Macht? Der Christliche Wissenschafter pflichtet der letztgenannten Auffassung bei. Als der Riese Goliath die Israeliten in Schrecken setzte und aufforderte, daß ein Mann sich mit ihm im Kampf messen solle, bot, wie erinnerlich, David dem König Saul seine Dienste an.
Der Ursprung alles wahren Daseins ist für die körperlichen Sinne unsichtbar. Wir lesen im Evangelium des Johannes: „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündigt”.
Als Admiral Byrd im Jahr 1929 seinen Flug nach dem Südpol von einem einige hundert Meilen davon entfernten Ausgangspunkt begann, war sein Flugzeug schwer beladen. Der Flugzeugführer entdeckte sofort, daß das Flugzeug zu schwer beladen war, um eine beträchtliche Höhe erreichen zu können; aber es mußte eine große Höhe erreicht werden, um einen zwischen dem Ausgangspunkt und dem Pol liegenden hindernden Gebirgszug zu überfliegen.
Das Wort „Nerven” ist im Englischen ein vielseitiger Ausdruck. Außer der physiologischen Seite kann es begehrenswerte und abstoßende Seiten menschlichen Denkens darbieten.
Einer der teuersten Namen für G ott ist L iebe. Das Endziel des Christlichen Wissenschafters ist dann, die strahlende Schönheit und die Macht jener L iebe zu verstehen und widerzuspiegeln, die alle Nationen, die auf Erden wohnen, eines Sinnes, eines G emüts macht; den Kriegen ein Ende macht und die Allgegenwart und die Allmacht der innewohnenden allumfassenden Harmonie enthüllt.
Es scheint, daß die Sterblichen immer geneigt gewesen sind, einander ungerecht zu kritisieren. Daß das neunte Gebot lautet: „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten”, läßt erkennen, daß die Neigung schon zur Zeit Mose’s und vorher herrschte.
Hast du dich durch unvernünftiges Vorurteil oder durch unerklärte Voreingenommenheit abhalten lassen, Mary Baker Eddys großes Buch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” im Zusammenhang mit deiner Bibel zu lesen und darin zu forschen? Wenn ja, dann läßt du dir nicht nur schöne Literatur entgehen, sondern verschließt auch lebendiger Wahrheit — der Wahrheit über G ott und den Menschen, die nach Jesu Verheißung frei macht — die Tür. Wer sich diesem inspirierten Inhalt mit offenem Sinn zuwendet, wird bald von zwei Tatsachen überzeugt sein: erstens, daß die Verfasserin eines solchen Buchs eine geistiggesinnte, gottesfürchtige, christusliebende Frau gewesen sein muß, und zweitens, daß die Christliche Wissenschaft, wenn Mrs.
Das Böse plagt die Sterblichen oft durch beharrliches Einreden, daß trotz ihres verhältnismäßig guten Allgemeinbefindens die Sache einen Haken habe. Vielleicht ist es ein unglückliches Familienleben, Einmischung von Verwandten, Reibung im Geschäft, eine Schuldenlast, eine unerfreuliche Vergangenheit, eine ungewisse Zukunft, Kummer über den Verlust eines Familienglieds, eine trotz Bekämpfung nicht überwundene falsche Begierde, eine peinlich unangenehme Veranlagung oder eine langwierige Krankheit.
„ Bei Gott sind alle Dinge möglich”. Diese Erklärung Jesu an seine Jünger zu beweisen, bleibt heute seinen Nachfolgern vorbehalten.
Das sechste Kapitel des Evangeliums des Johannes enthält einige der umwälzendsten Äußerungen Christi Jesu. Seine geistigen Lehren waren ja für Ohren, die durch den Materialismus abgestumpst waren, so unverständlich, daß es in der Bibel heißt: „Von dem an gingen seiner Jünger viele hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm”.