
Editorials
In einer kriegsmüden, mit Steuern belasteten, durch widerstreitende oder verderbte politische Verfahren verwirrten Welt — deren Schwierigkeiten oft nur Gleichgültigkeit oder Entrüstung begegnen — einer Welt, die in sich einen Ausweg aus ihren selbstauferlegten Übeln sucht, wohin sollen wir uns in so einer Scheinwelt wenden, um einen frischen Ausblick auf die Ereignisse zu suchen und ein Heilmittel für ihre offensichtlichen Übel zu finden? Auf Seite 269 in „Miscellaneous Writings” schreibt Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft: „Gibt es einen Menschen, der die Ethik besser erklären, das P rinzip des Seins besser erläutern kann als er, der redete, ‚wie nie ein Mensch geredet hat‘, und dessen Lehre und Beispiel beständige Frische mit Bezug auf menschliche Ereignisse haben?” Hier finden wir den Weg „beständiger Frische” des Ausblicks auf Weltangelegenheiten, ja, in „der Lehre und dem Beispiel” Christi Jesu, des großen Beispielgebers des vollkommenen Gesetzes und des L ebens. Während die Christenheit moralisch und ethisch fortgeschritten ist, hat sie in großem Maße die rein geistige Grundlage verloren, von der aus Jesus die Ethik erklärte und das P rinzip des Seins bewies, und so ist sie unfähig geworden, die Zeichen zu geben, die der Meisterchrist von seinen Nachfolgern forderte.
Wir alle haben immer einen Orts- oder Platzsinn. Er beantwortet gewissermaßen die Frage: „Wo bin ich?” Aber allzuoft ist unser Platzsinn nicht befriedigend.
Was für Bilder der Harmonie, des Wohlseins, der Ruhe nach dem Sturm das frohe Wort „Friede” hervorzaubert! Gibt es einen schöneren Wunsch, ein schöneres Gebet als: „Friede sei mit euch”? Dennoch haben uns die Seher und Weisen aller Zeit vor einem sogenannten Frieden gewarnt, dessen Grundlagen nicht auf dem felsenfesten P rinzips ruhen. Der intuitive Jeremia rief aus: „Sie trösten mein Volk in seinem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: ‚Friede! Friede!‘, und ist doch nicht Friede”.
Die meisten von uns sind reichlich beschäftigt. In der menschlichen Ordnung geben sich die Sterblichen mit allerlei Interessen ab.
Die Grundlage der sterblichen Disharmonie ist ein falscher Sinn des Ursprungs des Menschen. Recht beginnen heißt recht enden”.
Vielen Sterblichen läßt sich das Wort „Freude” nicht leicht erklären. Tausend Menschen können tausend Erklärungen dafür geben.
Obgleich diese Tatsache nicht allgemein anerkannt wird, ist es nichtsdestoweniger wahr, daß die Lehren der Christlichen Wissenschaft die Wirkung gehabt haben, das Denken der Menschen auf allen Gebieten menschlichen Strebens, in der Philosophie, der Therapeutik und der Wissenschaft zu befreien und zu ändern. Kein Begriff des menschlichen Gemüts ist durch die Lehren der Christlichen Wissenschaft gründlicher geändert worden als sein Begriff von Substanz.
Wahrscheinlich viele Sterbliche haben ein ähnliches Gefühl wie Ben Jonson, als er schrieb: „Gäbe es doch eine Maschine, mit der man alle Uhren zum Stehen bringen könnte!” Doch die Uhren machen die Zeit nicht. Sie messen nur die Einteilung davon, einen Tag genannt.
Ein liebliches Wort ist „Tröster”. Ob es englisch, hebräisch oder griechisch in der Bibel erscheint, immer bedeutet es Erfrischung, Stärkung, Stützung.
Eine Frau hatte einige Jahre lang wiederholt an Rückenschmerzen gelitten. Als Christliche Wissenschafterin hatte sie ernstlich gebetet, Freisein von diesen: Leiden zu verwirklichen.