
Editorials
Gewisse Ereignisse, im ganzen oder einzeln betrachtet und in der rechten Weise gefeiert, tragen dazu bei, der Tätigkeit des Menschen unbegrenzten Spielraum zu geben. In bloßen Belustigungen jedoch und im nutzlosen Geschenkegeben finden die menschlichen Fähigkeiten nicht die geeignetste und beste Übung.
Da das Christfest so allgemein gefeiert wird, ist es begreiflich, daß um diese Zeit oft die Frage laut wird, wie die Christlichen Wissenschafter über diesen Feiertag denken sollten. Als Antwort veröffentlichen wir nochmals drei Aufsätze von unsrer Führerin, wie sie bzw.
Es gibt wenige christlich gesinnte Menschen, die einen klaren Begriff haben von der Beziehung zwischen dem Buchstaben und dem Geist des Christentums; ja viele reden vom Buchstaben in fast wegwerfender Weise, gerade als ob er etwas sei, dem man aus dem Wege gehen müsse. Dieser Irrtum beruht wohl auf dem Umstand, daß der große Lehrer die Schriftgelehrten oft rügte, weil sie auf ihre genaue Kenntnis des Buchstabens pochten.
Das vorherrschende Gefühl der sterblichen Erfahrung ist das der Unvollkommenheit und Schwachheit. Von überall her ertönt der Ruf um Hilfe.
Die Christlichen Wissenschafter finden es sehr bedauerlich, daß manche Kritiker auf Grund einer falschen Auffassung von den Lehren Mrs. Eddys Dinge in diese Lehren hineinzulesen suchen, die gar nicht da stehen.
In ihrem Werk „Miscellaneous Writings“ (S. 232) tut Mrs.
Keine von den Lehren Christi Jesu ist deutlicher als die, daß die Erkenntnis des wahren Wesens G ottes das ewige Leben bedeutet, und daß das G ottes bewußtsein das wahre Bewußtsein ist. Daher ist die Frage sehr wichtig, ob unsre Erkenntnis dessen, den wir uns der Unterweisung des Meisters zufolge als liebenden Vater denken sollen, beständig zunimmt.
Für den Schüler der Christlichen Wissenschaft gewinnt die Heilige Schrift eine neue Bedeutung. Er erkennt, daß sie eine strenge Berücksichtigung gewisser Darlegungen der Wahrheit verlangt, von denen man geglaubt hatte, sie ständen in keiner engeren Beziehung zu den Problemen unsrer Tage.
Die Notwendigkeit, täglich und stündlich die von dem Christentum geforderten Werke zu tun, anstatt bloß bei besonderen Gelegenheiten sich sonntäglich anzuziehen und der Ruhe zu pflegen, wird von Mrs. Eddy auf Seite 40 von Wissenschaft und Gesundheit sehr betont.
Inmitten der Erfahrungen des täglichen Lebens verfallen wir gar leicht in die Gewohnheit, die Sünden, welche der Menschheit anhaften, in verschiedene Klassen einzuteilen. Manche Sünden bezeichnen wir als viel schlimmer als andre, und wir sprechen von Begehungs- und Unterlassungssünden.