
Editorials
Die Worte Jesu: „Kommet zu mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch Ruhe geben” (Züricher Bibel), haben gar mancher Predigt als Text gedient. Die bestimmte Zusage, daß die Müden und Beladenen, deren Bürde unerträglich zu sein scheint, wirklich Ruhe erlangen können, hat unzähligen Tausenden, die vor materiellem und geistigem Ruin zu stehen schienen, Trost und Hoffnung gebracht.
Die „Versorgungsfrage” scheint vielen Zweigkirchen in Zeiten, da sie die wichtigen Ämter der Leser zu besetzen haben, Schwierigkeit zu bereiten. Innerhalb der letzten paar Wochen ist aus verschiedenen Teilen des Feldes die Bitte an uns ergangen, uns in unsern Zeitschriften über diese Frage zu äußern.
Es hat jemand sehr richtig gesagt, das Werk, welches unsre geliebte Führerin, Mrs. Eddy, vollbracht habe, sei ihr unvergängliches Denkmal; ferner, Mrs.
Im fünfzigsten Kapitel des Propheten Jeremia lesen wir, daß in den letzten Tagen die Menschen Gott von ganzem Herzen suchen werden und sagen: „Kommt, wir wollen uns zum Herrn fügen mit einem ewigen Bunde, des nimmermehr vergessen werden soll. ” An vielen Stellen der Heiligen Schrift ist von dem Bunde Gottes mit Seinem Volke die Rede; so z.
Solange Schmutz kein Gefühl des Widerwillens in einem Menschen erregt, ist das Bestreben, ihm den Sinn für Reinlichkeit beizubringen, nahezu hoffnungslos, sei es in Bezug auf den Körper oder auf das Denken. Man mag die Reinigung wiederholt vornehmen, wird aber erst dann dauernden Erfolg haben, wenn der Betreffende eine Abneigung gegen das Unschöne und Unedle gewonnen hat.
Eine Christian Science Kirche hat vor allem den Zweck, das Christentum Christi zu verkündigen — das Wort zu predigen und durch die Betätigung der Lehren des Meisters, dessen „großer Auftrag” an die Jünger (Matthäus 10:1) allen seinen Nachfolgern gilt, die Kranken zu heilen. Ferner arbeitet die Christian Science Kirche darauf hin, daß die göttliche Liebe in menschlichen Angelegenheiten immer mehr zum Ausdruck komme; daß die Absichten und Handlungen der Menschen immer einheitlicher und harmonischer werden mögen, da dies so nötig ist, um dem Beispiele Jesu gemäß den Willen des Vaters zu tun.
Nichts fällt einem Besucher in einer Christian Science Kirche mehr auf, als der frohe und zufriedene Ausdruck auf den Gesichtern fast aller Anwesenden. Er sieht, daß diese andächtigen „Hörer des Worts” den inneren Frieden zum Ausdruck bringen, nach dem er sich sehnt, den er aber bis dahin nicht gefunden hat.
Diejenigen , welche sich dem Studium der Christian Science ernstlich hingeben, kommen bald zu der Einsicht, daß in ihrem Denken und Handeln eine Veränderung eintreten muß, wofern ihr Streben nach Vollkommenheit erfolgreich sein soll. Tatsächlich wenden sich die meisten Menschen erst dann der Christian Science zu, wenn irgendein Leiden, welches keinem materiellen Mittel weichen will, sie dazu treibt.
Der Verfasser der Epistel an die Ebräer preist das Priestertum Christi Jesu als über allen kirchlichen und erblichen Rang und Stand erhaben, und zwar deshalb, weil es die „Kraft des unendlichen Lebens” kundtue. Wenn der Meister erklärt: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich”, so ist das keine Anmaßung seinerseits; vielmehr weisen diese und ähnliche Worte hin auf sein bewußtes Kundtun des Lebens, welches ewig ist.
Die meisten Schüler der Christian Science erreichen zu Anfang ihres Studiums dieser Lehre einen Zeitpunkt, da die an ihnen und andern geschehene Heilung einen so tiefen Eindruck auf sie macht und da die erwachende Erkenntnis der stets gegenwärtigen Macht der Wahrheit, wie Jesus sie kannte und anwandte, ihr Herz so sehr bewegt, daß sie vor Begeisterung über den neuentdeckten Glauben förmlich übersprudeln und nun unter ihren Freunden sofort alle scheinbar falschen Zustände in physischer und moralischer Hinsicht berichtigen wollen. Sie glauben, hierzu sei nichts weiter nötig, als ihren Freunden zu sagen, was sie selbst gesehen und erfahren haben.