
Editorials
Es gereicht uns zur Freude, einen Auszug aus dem Brief eines Christian Scientisten an Mrs. Eddy sowie Mrs.
Einem jeden, der über menschliche Neigungen und menschliche Erfahrungen nachdenkt, muß es auffallen, wie weitverbreitet die Angewohnheit ist, übereilte und ungerechte Kritik zu üben. Es läßt sich nicht ermessen, wie viel Schaden durch solche Kritik angerichtet worden ist — welch große Hindernisse dem individuellen Fortschritt sowie dem Fortschritt der Allgemeinheit in den Weg gelegt worden sind.
Es wird oft darauf hingewiesen, daß die Christian Science den Worten eine neue Bedeutung gebe, und dies trifft allerdings zu. Erstens entdecken die Schüler der Christian Science gar bald, daß sie, wie auch eine große Anzahl andrer Leute, ein nur sehr mangelhaftes Verständnis von der wahren Bedeutung vieler Worte hatten, die im täglichen Umgang angewandt werden, besonders aber von solchen, die oft in der Bibel vorkommen.
Es ist eines der bemerkenswertesten Zeichen der Zeit, daß gegenwärtig so viele hervorragende und anerkannt tüchtige Ärzte sich mehr und mehr von Arzneien und andern materiellen Mitteln lossagen, durch deren Anwendung sie als gesetzlich anerkannte Ärzte gelten. Diese Richtung wird in dem folgenden Redaktionsartikel aus einer neulichen Nummer des „Chicago Record-Herald“ mit folgenden Worten beleuchtet: Besitzen die Mediziner das Vertrauen und die Achtung des Volkes nicht mehr in dem selben Maße wie früher? Dr.
Kurz nach der Auferweckung des Jünglings zu Nain und der dadurch entstandenen Aufregung wurde unser großer Meister in Bezug auf die Echtheit seiner Messianität befragt. Bemerkenswert ist, daß er seine Identität nicht festzustellen suchte, indem er seine Theologie darlegte oder eine gelehrte Predigt hielt, sondern er tat es kurz darauf durch einen Hinweis auf seine Werke, indem er sagte: „Gehet hin und verkündiget Johannes, was ihr gesehen und gehöret habt: die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein, die Tauben hören, die Toten stehen auf, den Armen wird das Evangelium gepredigt.
In der Geschichte der Völker wie auch in den Erlebnissen der einzelnen Menschen hat es gar manche Niederlage gegeben, die auf eine vermeidbare Unkenntnis bezüglich der Eigenart des sogenannten Feindes und der Art seines Angriffes zurückzuführen ist. Es mag manchmal schwierig sein, die feindlichen Streitkräfte auszukundschaften; jedoch wird ein weiser Befehlshaber darin sein Möglichstes tun, und wenn es ihm nicht gelingt, wird er sich auf alles gefaßt machen, was sich möglicherweise ereignen könnte.
Im 4. Kapitel des Evangeliums Matthäus lesen wir, daß Christus Jesus diejenigen heilte, „die mit mancherlei Krankheit und Schmerzen behaftet waren”, wie z.
Folgende Tatsache aus dem Leben Jesu ist sehr beachtenswert. Nachdem die Nachfolger Jesu die Verheißung von ihm empfangen hatten, daß gewisse Zeichen denen folgen sollten, die an ihn glauben, gingen sie aus „und predigten an allen Orten; und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.
Diejenigen , die in einem Dorf oder in einer kleineren Stadt mit viel Mühe und Geduld eine Kirchengemeinschaft der Christian Science aufzubauen suchen, kommen leicht auf den Gedanken, ob nicht mehr aggressive Methoden als die gebräuchlichen angewandt werden könnten, um schneller das gewünschte Wachstum in der Mitgliederzahl zu erzielen, und ein Gefühl der Ungeduld mag den einen oder den andern veranlaßt haben, sich nach Methoden umzusehen, von welchen er sich ein rascheres Wachstum versprach. Wir erlauben uns nun, einige Worte an diejenigen zu richten, welchen beim Lösen der Probleme in ihrer Zweigkirche derartige Gedanken gekommen sind — an diejenigen, welche die Lehre des Meisters nicht beachtet haben: „Zum ersten das Gras, darnach die Ähren, darnach den vollen Weizen in den Ähren”, sondern welche ernten möchten, ehe das Feld besät ist.
Durch die Umstände genötigt, haben die Ärzte und Pastoren heutigestags viel zu sagen über den mentalen Faktor beim Heilen von Krankheiten. Diejenigen, welche zugeben, daß die großen Taten Christi Jesu und seiner Jünger durch das Erkennen der Wirkung des göttlichen Gesetzes vollbracht worden sind, geben gerne die Unvollkommenheit der vorherrschenden religiösen Annahmen zu, und viele streben ernstlich danach, in dem geistigen Verständnis zu wachsen, das sie befähigen wird, die von Jesu allen seinen Jüngern auferlegten Pflichten zu erfüllen.