
Editorials
Beharrlichkeit ist eine Eigenschaft, die jeden erfolgreichen Menschen kennzeichnet, was auch sein Beruf sein möge. Es kommt sehr selten vor, daß selbst die verständnisvollsten und gewissenhaftesten Bemühungen sofort die gewünschten Resultate erzielen.
Eine der immer wiederkehrenden Behauptungen seitens derer, die nur eine oberflächliche Kenntnis von der Christian Science haben, ist die, daß diese Lehre ihren Anhängern erlaube zu sündigen; d. h.
Die Erklärung: „Das Übel ist keine Macht” („Science and Health“, S. 192) ist eine der Stellen aus unserm Textbuch, die dem Christian Scientisten am bekanntesten sind.
Es kommt öfters vor, daß gewisse Kritiker, die gerne für klug gelten möchten, die Christian Scientisten zur Zielscheibe ihres Spottes machen, indem sie die Frage stellen, warum diese Leute so ernstlich bemüht seien, Sünde und Krankheit zu überwinden, da sie ja doch solche Übel für lauter „Alteweiber-Märchenhielten. „Warum nicht einfach mit den Fingern schnalzen”, sagen sie, „und sich sofort das Verschwundensein solcher Torheiten denken?” In der Regel handeln die Christian Scientisten weise, wenn sie solche Bemerkungen unbeachtet lassen; jedoch zur rechten Zeit darf man denen gegenüber, die willens sind zu hören, ein Wort über diesen Gegenstand reden.
Das 40. Kapitel des Propheten Jesaja beginnt mit den herrlichen Worten: „Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott”.
Wenn wir in dem Handbuch der Mutterkirche lesen (S. 17), daß „eine kleine Schar ernster Wahrheitssucher” vor einunddreißig Jahren zusammentrat, um sich über die Gründung einer Kirche zu beraten, welche „die Kirche Christi, des Scientisten” heißen sollte; wenn uns da gesagt wird, daß diese Kirche anfangs nur sechsundzwanzig Mitglieder zählte, daß sie durch tiefe Wasser hindurch mußte, aber dennoch beständig zunahm, und wenn wir diesem kleinen Anfang die großen Scharen derer gegenüberstellen, die sich heute zu dieser Kirche bekennen, so sehen wir, daß der Zuwachs der Christian Science Kirche an Mitgliedern geradezu phänomenal gewesen ist.
Christian Science unterscheidet sich dadurch von allen heutigen Religionen, daß sie behauptet, es sei in unsern Tagen möglich, die „Werke” zu tun, welche der Aussage Jesu gemäß allen denen folgen werden, die an ihn glauben. Sie erklärt, das Predigen des Evangeliums sei an und für sich kein Beweis, daß diejenigen, die den Namen des großen Meisters tragen, in Wahrheit seine Nachfolger sind, sondern die „Zeichen” müßten geschehen, welche Jesus tat und welche ihn als den Messias bestätigen.
Die Christian Scientisten in Mrs. Eddys Heim sind die glücklichsten Menschen auf Erden.
Das aus alten Zeiten stammende Sprichwort: „Gottes Mühlen mahlen langsam”, drückt die tiefeingewurzelte Überzeugung aus, daß das Recht viel langsamer zur Geltung komme als das Unrecht. Diese Annahme verschwand nicht mit der heidnischen Mythologie, sondern übt auch heute noch auf das sittliche und religiöse Denken einen großen Einfluß aus.
Es gibt heutigestags viele Theologen, die in ihren Predigten und Schriften die offenbare Ungerechtigkeit des materiellen Gesetzes als das Walten einer göttlichen Vorsehung zu erklären suchen, indem sie auf die allumfassenden und weitreichenden Absichten Gottes hinweisen. So sagte z.