
Editorials
Es ist gut zu wissen, daß sich unser Verständnis von G ott und dem Leben nach und nach im menschlichen Denken entfaltet. Wir erlangen das Verständnis nicht sofort, doch brauchen wir uns deshalb keine Sorgen zu machen.
Was würden wohl die Apostel Petrus und Jakobus (oder Matthias oder einer der anderen Apostel wie Barnabas oder Paulus) denken, wenn sie heute in eine christliche Kirche — in jede beliebige Kirche irgendeiner Glaubensrichtung — gingen? Sie können sich vorstellen, wie überrascht sie wären, daß selbst eine einzelne Kirche, und erst recht eine große Religionsgemeinschaft, so weitgehend organisiert ist. Sie können sich vorstellen, wie sehr die Technologie, die Publikationen, die Programme sie beeindrucken würden.
Allgemein sehnen sich die Menschen danach, zur guten alten Zeit zurückzukehren. Das Leben scheint früher einfacher, glücklicher, weniger verworren oder hektisch gewesen zu sein — in beinahe jeder Hinsicht besser als heute.
Es gibt kaum etwas Schöneres als den Anblick eines Feldes zur Erntezeit. Ernte bedeutet Schwerarbeit, wie jeder weiß, der auf einem Bauernhof lebt.
Genau das fragte mich kürzlich jemand. Es gibt darauf vermutlich genauso viele Antworten, wie es Christliche Wissenschafter gibt.
Medizinische Gesichtspunkte haben es an sich, daß sie überall auftauchen. Ein Beispiel dafür erlebte ich kürzlich während der üblichen Gespräche beim Friseur.
Als der umstrittene Film Die letzte Versuchung Christi in den Vereinigten Staaten in den Kinos anlief, stand im Mittelpunkt der Diskussion die Art und Weise, wie Jesus im Film dargestellt wurde, als er der Versuchung gegenüberstand. Durch halluzinatorische Phantasievorstellungen nahm der Jesus im Film an den Tätigkeiten teil, durch die er versucht wurde.
Ein Geistlicher der Kongregationalistischen Kirche kam zum Bahnhof, um sich von mir zu verabschieden, als ich zum Militär einrückte. Ein katholischer Nachbar unterstützte uns seelisch und ermutigte uns, als ein Familienmitglied krank war.
Kürzlich veröffentlichte die Zeitung The Christian Science Monitor unter dem Titel „Christliches Heilen in der heutigen Zeit“ Weltweite Wochenausgabe des Monitors vom 4. —10.
Ist Wohlwollen nicht ein interessantes Wort? Wenn man es hört, klingt es so „weich“. Aber wir können es uns eigentlich nicht leisten, noch dürfen wir es zulassen, daß unsere guten Taten den Beigeschmack erhalten, weich zu sein im Sinne von unpraktisch, unwirksam oder schwach.