Es ist ein unaussprechlicher Segen für die Menschheit, daß Mrs. Eddy nicht nur die Offenbarung der göttlichen Wissenschaft empfing, sondern auch die Kirche Christi, Wissenschafter, gründete und dieser Lehre die praktische Grundlage gab, die die Menschheit braucht. Ich denke jetzt an den Pflegedienst der Christlichen Wissenschaft, wie er im Handbuch Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy in Artikel VIII Abschnitt 31, betitelt „Christlich-wissenschaftliche Pfleger“, vorgesehen ist. Aufgrund der Unterstützung, die unserer Familie durch die Dienste einer christlich-wissenschaftlichen Pflegerin zuteil wurde, möchte ich einen Vergleich ziehen und sagen, daß der Pflegedienst für jemanden da ist, der eine steile, schmale Treppe hinaufsteigt und dabei ein Geländer zum Festhalten braucht.
Als wir einmal den Pflegedienst in Anspruch nehmen mußten, stellten wir fest, wie die Arbeit der Pflegerin der im Handbuch vorgeschriebenen Norm der Disziplin und Liebe entsprach. Dies zeigte sich in einer großen Umsichtigkeit in der Führung des Haushalts, einer unerschütterlichen Sicherheit in der Behauptung der Wahrheit angesichts des Irrtums und in einer ungetrübten Freude, daß das göttliche Prinzip waltet. Dies alles war sehr hilfreich und wohltuend.
Von einem Beispiel aus dieser Zeit möchte ich hier berichten. Wir wurden bei Freunden zu einem kurzen Besuch erwartet, als ein Anruf uns die Nachricht brachte, daß der Junge der Familie Anzeichen einer ansteckenden Krankheit zeige. Wollten wir dann, im Hinblick auf unser neugeborenes Baby, trotzdem kommen? Den Besuch abzusagen wäre aus bestimmten Gründen äußerst schwer gewesen. Ich muß sagen, wir waren unentschlossen! Meine Gedanken waren verwirrt. Die Pflegerin sagte: „Fragen Sie Ihren Pastor — die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy sind der Pastor, und sie sprechen zu uns in der Lektionspredigt.“ Wenn auch die Pflegerin die Sache nicht für uns entscheiden konnte, so gab sie uns aber diesen Hinweis.
Während sie ruhig ihrer pflegerischen Tätigkeit nachging, konnten wir uns ungestört in die Lektionspredigt im Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft vertiefen. Die Behauptung, daß das eben am Telefon beschriebene Bild keine Wirklichkeit darstelle, daß jedes Kind als die geistige Widerspiegelung seines göttlichen Vaters frei und rein sei, wurde uns zur Überzeugung. Bei diesem gebetvollen Studium erfüllte uns eine Ruhe und die Gewißheit, daß wir nichts verpassen oder eine Pflicht versäumen würden. Die Lektionspredigt lehrte uns: „Wo will man aber die Weisheit finden? Und wo ist die Stätte der Einsicht? ... Gott weiß den Weg zu ihr, er allein kennt ihre Stätte“ (Hiob 28:12, 23). Und: „Die Wissenschaft enthüllt, daß es nur ein Gemüt gibt, und dieses eine leuchtet durch sein eigenes Licht und regiert das Universum, einschließlich des Menschen, in vollkommener Harmonie” (Wissenschaft und Gesundheit, S. 510). Da klingelte das Telefon. Im Gesicht des Kindes waren keine unnatürlichen Spuren mehr zu sehen! Seit dem ersten Anruf war eine halbe Stunde vergangen, und die Krankheitssymptome waren verschwunden. Der Besuch verlief sinnvoll und harmonisch.
Voller Dankbarkeit verlasse ich mich auf die Lehren der Christlichen Wissenschaft. In jeder Beziehung fühle ich mich hilfreich unterstützt. Einzigartige Literatur steht uns zur Verfügung, und unsere Kirche hat auch andere praktische Vorkehrungen getroffen, zu denen der liebevoll geführte Pflegedienst gehört!
Hohenbrunn, Bundesrepublik Deutschland
Als die Mutter des oben erwähnten Jungen erinnere ich mich freudig an jene Begebenheit. Er besuchte damals seit etwa drei Jahren die Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft, wo er lernte, sich und alle Menschen als Gottes Kinder, als vollkommene, geistige Ideen, zu sehen. Wenn auch sein Vater und ich die Wirklichkeit der Symptome in seinem Gesicht verneinten, so hatten wir doch deutlich das Gefühl, daß wir unsere erwarteten Gäste davon in Kenntnis setzen sollten. Sie sollten Gelegenheit haben, sich als Christliche Wissenschafter mit dem Gedanken einer sogenannten ansteckenden Krankheit auseinanderzusetzen, ehe sie die Autofahrt zu uns antraten. Kurze Zeit nach dem Telefongespräch machte mich jemand darauf aufmerksam, daß die Rötung im Gesicht des Kindes nicht mehr vorhanden war. Freudig konnten wir es unseren Freunden am Telefon mitteilen. Das Vorhaben dieses Nachmittags wurde also nicht gestört, sondern durch den Beweis bereichert, daß geistige Tatsachen die Wirklichkeit ausmachen.
Ich bin dankbar, daß die Christliche Wissenschaft uns dies lehrt.
