Als meine Frau für immer von mir ging, war ich ganz verzagt und wünschte mir, nicht mehr länger leben zu müssen. Eines Morgens, als ich gerade telefonierte, hatte ich plötzlich einen Schwindelanfall und fühlte, daß ich die Herrschaft über meinen Körper verlor. Ich versuchte, die Unterhaltung fortzusetzen, aber ich merkte, daß mir das Bewußtsein schwand, und so brach ich das Telefongespräch ab. Dann fiel ich zu Boden.
Als nächstes hörte ich meine Schwester sagen: „Gott ist dein Leben“, und ich antwortete: „Ich weiß es“. Dann fühlte ich Schmerzen. Später kam eine christlich-wissenschaftliche Ausüberin, die meine Schwester gerufen hatte, an mein Bett, und noch bevor sie wieder gegangen war, waren die Schmerzen verschwunden. An diesem Nachmittag fand ein christlich-wissenschaftlicher Vortrag statt. Ich sagte meiner Schwester, daß ich beabsichtige, hinzugehen, und so wurde mit meinem Sohn verabredet, daß er mich hinfahren solle. Ich bin dankbar, daß ich imstande war, zu dem Vortrag zu gehen und ihn ganz anzuhören, denn ich fühlte mich dergestalt erhoben, daß ich eine Picknickeinladung weit draußen für den nächsten Morgen annahm und den Ausflug sehr genoß.
Doch nicht lange nachdem ich im Vortrag diesen Aufschwung erlebt hatte, kehrte die frühere Depression zurück, begleitet von dem Wunsch, mich dem „letzten Feind“ zu ergeben. Dieser irrige Gemütszustand hielt ungefähr anderthalb Jahre an, in denen ich dreimal einen schweren Zusammenbruch hatte. Ich kämpfte nur dagegen an, weil ich fühlte, daß es falsch wäre, hier nachzugeben.