Nachdem ich zwanzig Jahre lang eine Brille getragen hatte, beschloß ich, dies Problem in der Wissenschaft auszuarbeiten. Einige Zeit lang erklärte ich täglich, daß ich nicht durch Materie zu sehen brauche und nicht von einem materiellen Hilfsmittel abhängig sei, da das wahre Sehen geistig ist. Ich schlug in Mrs. Eddys Werken die Stellen auf, die sich auf Augen, Sinne, Fähigkeiten, Linsen und Sehen beziehen. Eine gewisse Stelle aus „Wissenschaft und Gesundheit“ beschäftigte mein Denken ganz besonders. Sie lautet (S. 407): „Keine Fähigkeit des Gemüts geht verloren. In der Wissenschaft ist alles Sein ewig, geistig, vollkommen und harmonisch in jeder Tätigkeit.“
Ich fand große Hilfe in der Bibel, wo Petrus eine Anzahl christlicher Eigenschaften aufzählt und dann fortfährt (2. Petr. 1:9): „Wer dieser Dinge ermangelt, der ist blind und kann nicht weit sehen“ (engl. Bibel). Auch die folgenden Worte des Meisters Christus Jesus enthielten großen Heilwert für mich (Matth. 5:8): „Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Es war mein aufrichtiger Wunsch, Gott, das Gute, überall zu erschauen.
Ich kann nicht genau sagen, zu welchem Zeitpunkt die Demonstration meiner Freiheit vollständig war; aber eines Tages fand ich, daß ich feinen Druck ohne Brille lesen konnte, und ich habe sie seitdem nicht mehr nötig gehabt.—Washington, Distrikt von Kolumbia, U.S.A.