Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Der freudige Weg

Aus der März 1959-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Viel ist bereits über den schmalen Weg des Lebens gesagt worden, den Christus Jesus lehrte und den er seinen Nachfolgern anempfahl. Es ist jedoch augenscheinlich, daß viele seine Worte nicht richtig verstanden haben, denn es wird oft gesagt, daß dieser Weg zu schwer sei, zu große Anforderungen stelle und der Glückseligkeit nicht förderlich sei.

Jesus sagte von diesem idealen Wege (Matth. 7:13, 14): „Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführet; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führet; und wenige sind ihrer, die ihn finden.“ Er sprach von der Freudigkeit auf diesem Wege, als er zu seinen Jüngern sagte (Joh. 16:22): „Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“

Mary Baker Eddy entdeckte die Regeln, durch die Jesu Lehren wissenschaftlich und praktisch angewandt werden können, um zu beweisen, daß Freude in Fülle die natürliche Begleiterscheinung ist, wenn man auf dem schmalen Wege wandelt. Sie schreibt in ihrem Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 151): „Alles wirklich Bestehende ist das göttliche Gemüt und seine Idee, und in diesem Gemüt wird das ganze Sein als harmonisch und ewig erfunden. Diese Tatsache sehen und anerkennen, dieser Macht sich ergeben und den Führungen der Wahrheit folgen, das ist der gerade und schmale Weg.“

Der Anhänger der Christlichen Wissenschaft wird erkennen, daß eine Berichtigung des Denkens vor sich geht, um es mit Gottes Gesetz und Seiner vollkommenen Schöpfung in Übereinstimmung zu bringen, wenn er auf dem Wege Christi wandelt. Wenn der Einzelne auf diesem Pfade vorwärtsschreitet, so lernt er, Gott als das einzige Gemüt, die einzige Macht und Gegenwart, und den Menschen als die vollkommene Idee des Gemüts anzuerkennen.

Diese verbesserte Einstellung erweckt ein gewisses Glücksgefühl in dem Wissenschafter. Später, wenn er getreu und beständig daran festhält und allen materiellen Augenschein zurückweist, verstärkt sich seine Freude; denn er sieht die Heilung seiner menschlichen Probleme vor sich gehen.

Der Pfad führt stets vorwärts und aufwärts. Indem sie von den Bildungen des göttlichen Gemüts spricht, sagt Mrs. Eddy (ebd., S. 189): „Sie gehen aus der göttlichen Quelle hervor, und wenn wir ihrer Spur nachgehen, bewegen wir uns beständig in aufsteigender Linie zum unendlichen Sein hin.“

Wenn wir das höhere Ziel geistigen Daseins ins Auge fassen und ernstlich danach streben, so ist der Weg des Lebens freudig und leicht. Auf dem Wege des geistigen Verständnisses, das Jesus uns lehrte, gibt es keine Verwirrung, und jeder muß diesen Weg individuell einschlagen. Es braucht keine Verzögerung zu geben, bis andere bereit sind, dem Christus-Pfade zu folgen.

Der Eingang in das Himmelreich ist eine individuelle Erfahrung, und wir betreten es in dem Maße, in dem unser Denken erleuchtet wird und wir damit anfangen, die Wahrheit von Gott und Mensch, vom Gemüt und seinen Ideen, zu sehen und zu demonstrieren. Wenn wir Gedanken der Furcht, Sorge, Krankheit und Traurigkeit durch Vertrauen auf die Macht Gottes, des Guten, ersetzen, so finden wir Freude.

Wenn sich der Anhänger der Christlichen Wissenschaft beständig bemüht, in seinem Denken den Irrtum von der wahren Wesenheit zu trennen, so empfindet er in der Gegenwart jener, die noch nicht bereit zu sein scheinen, auf dem freudigen Pfade des Lebens zu wandeln, weder Spannung noch Streit. Er fühlt vielmehr großes Erbarmen für jene, die scheinbar noch in Sünde und Krankheit verstrickt sind.

Er bemüht sich, die Ringenden liebevoll zu unterstützen, indem er das, was gut, lobenswert und aufbauend in ihrem Leben ist, anerkennt. Dies Bemühen, zusammen mit der Hingabe an das Ideal, Gottes Idee an Stelle dessen zu sehen, was ein menschliches Wesen zu sein scheint, segnet sogar jene, denen die Gegenwart Gottes, des Geistes, noch nicht bewußt ist.

Wenn die Einzelnen verstehen lernen, daß der breite Weg des Materialismus nur zu Verwirrung, Hemmung und Zerstörung führt, so sind sie gewöhnlich bereit, berichtigt zu werden und freudig den schmalen Weg zu beschreiten. Wenn sie erkennen, daß das Leben Geist ist und daß die Materie ihnen nicht helfen noch ihnen etwas Wirkliches rauben kann, so sind sie bereit für den Fortschritt, und große Glückseligkeit ist die Folge.

Eine Frau, die später eine Anhängerin der Christlichen Wissenschaft wurde, war einmal so krank, daß sie beinahe völlig zusammenbrach. Da sie zu jener Zeit nicht wußte, daß ein kranker Körper und ein freudloses Alltagsleben die Folge irrigen Denkens sein können, wanderte sie auf dem breiten Wege niederreißenden Denkens dahin und sah in anderen Menschen nichts als Ungerechtigkeiten und falsche Handlungen und glaubte, daß all dies wahr sei. Das Ergebnis war Kummer, Bitterkeit und Verzweiflung, und das Leben erschien in der Tat mühselig. Sie litt an äußerster allgemeiner Schwäche und an dem, was die Mediziner als „Kolitis“ bezeichnen.

Als sie sich schließlich entschied, die Lehren der Christlichen Wissenschaft zu erforschen, erkannte sie, daß sie den schmalen Weg betreten und die ganze Menschheit unter dem wahren Gesichtspunkt als Kinder Gottes sehen müsse. Sie mußte erkennen, daß böse Handlungen kein Teil des wahren Menschen, sondern die falschen Ansprüche eines verfälschten Gemüts sind. Sie mußte verstehen lernen, daß Leben geistig ist und nicht materiell.

Jedes Wort des christlich-wissenschaftlichen Lehrbuchs klang überzeugend. Sie war jetzt eifrigst bemüht, dem Wort Gottes den ersten Platz in ihrem Leben einzuräumen und es auf die Heilung von Krankheit anzuwenden. Sie begann zu verstehen, daß, wenn man seine Feinde liebt, sie nicht mehr Feinde sind. Sie begann auch einzusehen, daß Gedanken des Kummers und der Verzweiflung kein Teil von ihr als Gottes Widerspiegelung waren.

Sie wurde von den verschiedenen körperlichen Beschwerden völlig und dauernd geheilt, und sie erwachte zu der Tatsache, daß ihr in Wirklichkeit niemand ihre Freude rauben konnte. Durch Erfahrung lernte sie, daß sowohl der Geist des Christus wie auch der Buchstabe der Christlichen Wissenschaft notwendig sind, um uns auf dem freudigen Pfad des Lebens zu halten.

Indem sie von Anhängern der Christlichen Wissenschaft spricht, betont Mrs. Eddy (Wissenschaft und Gesundheit, S. 451): „Sie müssen nicht nur danach suchen, den schmalen Weg des Lebens zu betreten, sondern danach ringen, denn, die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführet; und ihrer sind viele, die drauf wandeln‘.“

Wer würde wohl wünschen, das Ernten der reichen Erfahrungen und Freuden auf diesem Weg des Lebens aufzuschieben, wenn er erkennt, daß durch das Studium und die Anwendung der Christlichen Wissenschaft die Möglichkeit bereits vorhanden ist, diesen Weg zu betreten?

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / März 1959

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.