Im Johannesevangelium lesen wir die bedeutungsvollen Worte Christi Jesu (8:12): „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Die Christliche Wissenschaft lehrt, daß Christus Jesus nachzufolgen bedeutet, das Licht des Lebens, Gott, zu erkennen und sich des geistigen Lebens, des Menschen Einssein mit dem Vater bewußt zu werden.
Wie das Sonnenlicht, an einem Tautropfen gebrochen, seine Vielfarbigkeit und Schönheit offenbart, so offenbart sich Gott, der Ich bin, dem hingebungsvollen Bewußtsein als allwirkendes, göttliches Prinzip, als erlösende, immergegenwärtige Wahrheit, als allumfassende, allerhabene Liebe, als allmächtiger, allwissender Geist, als unendliche, alliebende Seele, als ewiges Leben und als schöpferisches, göttliches Gemüt.
Im menschlichen Bereich wird das göttliche Prinzip in harmonischen, segensreichen Beziehungen kundgetan. Es drückt sich in körperlicher Gesundheit, in Weisheit bezüglich der Lebensführung, in Folgerichtigkeit des Denkens und Handelns, in Präzision der Arbeit und in Aufrichtigkeit des Herzens aus.
In ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit“ schreibt Mrs. Eddy auf Seite 510: „Wahrheit und Liebe erleuchten das Verständnis, in dessen Licht wir, das Licht‘ sehen, und diese Erleuchtung wird von allen denen geistig widergespiegelt, die im Licht wandeln und sich von dem falschen materiellen Sinn abwenden.“
Liebe erfaßt den Menschen in seiner geistigen Vollkommenheit, seiner unantastbaren Heiligkeit und seiner immerwährenden Harmonie. Das von Liebe erfüllte Bewußtsein erkennt, daß Leiden aus Unwissenheit, aus Irrtum erwachsen und daher keine wahre Substanz haben. Diese Liebe erhebt die Menschenherzen und schenkt ihnen den Frieden, den sie ersehnen. Allumfassende Liebe, die sich in Selbstlosigkeit und Güte widerspiegelt, erlöst.
Das Wirken dieser allmächtigen Liebe oder des allwissenden Geistes ist die Christus-Kraft. Sie schließt ganz natürlich jegliche Furcht aus und nimmt durch geistiges Licht die Traumschatten des sterblichen Sinnes mühelos hinweg. Der einzelne, der sich mit der unendlichen Seele eins weiß, empfängt geistige Inspiration, die sein Dasein mit Glückseligkeit erhellt. Die Ausstrahlung der Seele umschließt alles, und so erfüllt sich das Gesetz der Liebe.
Substanz ist Geist, und der Mensch, als Bild und Gleichnis des einen Gemüts, ist geistig. Christus Jesus hat den Weg gewiesen, wodurch wir das menschliche Bewußtsein über den materiellen Sinn zu dem Einssein des Menschen mit dem Vater und mit den erleuchtenden Ideen des göttlichen Gemüts erheben können, um den Himmel zu gewinnen, der erfüllt ist von dem beglückenden Licht des Geistes.
Mrs. Eddy sagt: „Ein Christlicher Wissenschafter nimmt in der heutigen Zeit die Stelle ein, über die Jesus mit folgenden Worten zu seinen Jüngern sprach:, Ihr seid das Salz der Erde.‘, Ihr seid das Licht der Welt.. .‘ “ Und sie schließt diesen Absatz mit den Worten: „Laßt uns wachen, arbeiten und beten, daß dieses Salz seine Würze nicht verliere und daß dieses Licht nicht verborgen bleibe, sondern in mittäglicher Herrlichkeit erstrahle und erglänze“ (ebd., S. 367).
