Vor einiger Zeit erregte eine große Anzeige in einer Zeitung in höchstem Maße meine Aufmerksamkeit. Sie stellte allem Anschein nach eine kompakte Mauer dar. Ein spitzer pfeilartiger Gegenstand hatte jedoch die Mauer von einer Seite her durchbohrt und kam auf der anderen Seite heraus, als sollte ihre scheinbare Stärke in Frage gestellt werden. Unter dem Bild standen in großen Buchstaben die Worte: „Eine Idee kann alles durchdringen.“
Ja, eine richtige Idee kann alles durchdringen. Sie ist an keine materiellen Beschränkungen gebunden noch von geographischen Grenzen ummauert. Es steht ihr frei, überall zu jeder Zeit mühelos gegenwärtig zu sein. Sie kennt kein Hindernis.
Dann richteten sich meine Gedanken auf den Menschen, der, wie wir in der Christlichen WissenschaftChristian Science; sprich: kr’istjən s’aiəns. entdecken, als Idee besteht und nicht als die kompakte Körperlichkeit, die er zu sein scheint. Sein wahres und grundsätzliches Selbst besteht aus Ideen, die dem einen Gemüt, das Gott ist, entstammen. Der Mensch ist nicht ein leeres Gefäß, das darauf wartet, mit geistigen Ideen gefüllt zu werden. Die Ideen machen sein Sein aus. Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, beschreibt ihn in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift folgendermaßen: „Der Mensch ist Idee, das Bild der Liebe; er ist kein körperlicher Organismus. Er ist die zusammengesetzte Idee Gottes und schließt alle richtigen Ideen in sich.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 475;
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