Ich litt mehrere Jahre an einer Nierenentzündung, und später kam noch ein schmerzhafter Blasenkatarrh hinzu. Ich war in verschiedenen Kliniken. Es wurde besser mit mir, aber nach einiger Zeit traten die Schmerzen so stark auf, daß sogar Morphiumspritzen sie nicht linderten. Durch die vielen Pulver und Tabletten, die ich einnahm, wurde mein Appetit sehr schlecht, und ich konnte kaum noch Speisen zu mir nehmen, so daß man mein Ableben voraussagte.
Ich kannte damals schon die Christliche Wissenschaft, verstand sie aber noch nicht gut. Meine Schwester, die mehr von deren Lehren wußte, drang in mich, mich doch durch die Christliche Wissenschaft heilen zu lassen. Ich war auch schon so weit, daß ich zu dem Arzt und den materiellen Mitteln kein Vertrauen mehr hatte und bereit war, Gott zu vertrauen.
Meinem Mann, der die Wissenschaft nicht kannte, teilte ich meinen Entschluß mit. Er war sehr erstaunt darüber, und als der Arzt seinen Besuch machte, sagte er zu ihm: „Meine Frau ist verrückt geworden. Setzen Sie ihr mal den Kopf zurecht. Sie will sich an die Christliche Wissenschaft wenden und sich durch einen Ausüber behandeln lassen.“
Als der Arzt zu mir ins Zimmer kam, sagte ich gleich zu ihm: „Lieber Herr Doktor, Sie haben sich sehr um meine Gesundheit bemüht, leider ohne Erfolg. Ich gehe jetzt zu einem höheren Arzt, und das ist Gott.“ Ich erzählte ihm von der Wissenschaft, soviel ich wußte, und scheinbar hatte er auch schon davon gehört, denn er sagte zu mir beim Abschied: „Wenn Sie davon überzeugt sind, dann tun Sie es auch.“
Danach warf ich alle Medikamente fort. Die Pflegerin, die ich Tag und Nacht hatte, bekam sofort eine Wochenpflege angeboten, und so war auch sie über meine plötzliche Absage nicht böse. Nun war die Atmosphäre von medizinischem Denken frei, und die Behandlung konnte beginnen.
Ein erfahrener Christlicher Wissenschafter kam zu mir und erklärte einige der Lehren und wie ich sie demonstrieren könnte. Der Herr unterhielt sich mit mir wohl zwei Stunden, und ich fühlte mich danach so frei und froh. Auch die Schmerzen hatten nachgelassen. Meine Dankbarkeit war sehr groß. Da ich sehr schwach war, fing ich vorsichtig an, normal zu leben.
Dies alles trug sich Mitte November zu, und im Dezember konnte ich das Haus verlassen, um Weihnachtseinkäufe zu machen.
Es sind über 40 Jahre vergangen, und die körperlichen Schwierigkeiten haben sich nie mehr gezeigt.
Für all die Heilungen und Segnungen bin ich sehr dankbar.
West-Berlin, Deutschland
