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Kirche: Basis für den gewaltigen Kampf

Aus der Juli 1974-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Kriege zwischen den Völkern könnten zu einem Ende gebracht werden, wenn die Menschen zu der Erkenntnis kämen, daß es nur eine Art von Kampf gibt, die ersprießlich ist — den Kampf mit sich selbst. Das soll nicht heißen, daß jemand Frieden hat, wenn er mit sich selbst uneins ist, sondern daß er den Frieden nur dann gewinnt, wenn er einen falschen Begriff von sich selbst überwindet.

Unsere Kinder oder deren Kinder werden vielleicht eines Tages das Lied „Vorwärts, Christi Streiter, vorwärts, wie zum Krieg“ singen, ohne dabei an einen militärischen Konflikt zu denken. Der einzige Krieg, den es geben wird, wird der Streit zwischen Wahrheit und Irrtum sein, der im Bewußtsein des einzelnen vor sich geht, und aus diesem Krieg wird die Wahrheit immer wieder als Sieger hervorgehen.

Den Weg zu diesem Sieg zeichnete Christus Jesus in seinen Lehren und seinem Leben vor. Der Kampfplatz wird im 5., 6. und 7. Kapitel des Matthäusevangeliums beschrieben. In dieser „Bergpredigt“ zitiert Jesus Gesetzesvorschriften ihrem Buchstaben nach und überträgt sie in geistige Forderungen an das menschliche Denken. Während das Gesetz gewisse äußerliche Handlungen verbot, verlangten seine Gebote die Beherrschung der innersten Gedanken. So legte er z. B. das Gebot „Du sollst nicht töten“ folgendermaßen aus: „Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig.“ „Du sollst nicht ehebrechen“ übertrug er in: „Wer eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“ 2. Mose 20:13, 14; Matth. 5:22, 28; Er lehrte Sanftmut, Hunger nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Reinheit, Friedfertigkeit, bei Verfolgungen fröhlich zu sein, Feindesliebe, Vergebung, den morgigen Tag Gott anzuvertrauen, im Verborgenen zu beten und ähnliches.

Diese höchst einfache Predigt würde — wenn befolgt — die Männer und Frauen auf dieser Erde so sehr damit beschäftigen, die Güte Gottes zum Ausdruck zu bringen, daß menschliche Konflikte verschwinden würden. Doch die Menschheit muß im allgemeinen erst noch lernen, in welchem Verhältnis diese Lehre zur Gesundheit steht. Wenn die Menschen dieses Verhältnis verstehen lernen, stellen sie fest, daß ihre Gesundheitsprobleme sie dazu anregen, Jesu Weg zur Heiligkeit zu beschreiten. Aber diese Heiligkeit wird nicht mit einemmal erreicht.

Über den Weg, den Jesus uns wies, schreibt Mary Baker Eddy: „ ‚Der Weg‘ im Fleisch ist das Leiden, das aus dem Fleisch herausführt. ‚Der Weg‘ im Geist ist ‚der Weg‘ des Lebens, der Wahrheit und der Liebe, der uns von den falschen Vorstellungen des Fleisches und den Wunden, die es trägt, erlöst.“ Die Einheit des Guten, S. 55; Um die Menschheit von dem Weg im Fleisch zu dem Weg im Geist zu erheben, ist eine Operationsbasis erforderlich. Und Gott, die göttliche Liebe, versieht uns mit dieser Basis durch die wahre Idee Gottes, den Christus. Diese Basis ist völlig geistig, doch wir sehen sie in Form organisierter menschlicher Tätigkeit, Kirche genannt, widergespiegelt.

Mrs. Eddy definiert „Kirche“ als den „Bau der Wahrheit und Liebe; alles, was auf dem göttlichen Prinzip beruht und von ihm ausgeht“. Das mag wie eine abstrakte Idee aussehen, ist es aber nicht. Alles, was der Christus darbietet, offenbart sich in einer praktischen menschlichen Form. Die Definition von „Kirche“ lautet weiter: „Die Kirche ist diejenige Einrichtung, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die das Menschengeschlecht hebt, das schlafende Verständnis aus materiellen Annahmen zum Erfassen geistiger Ideen und zur Demonstration der göttlichen Wissenschaft erweckt und dadurch Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt.“ Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 583;

Die Kirchenorganisation gibt denjenigen, die dem Christus, der Wahrheit, ernstlich folgen, den nötigen Schutz und die nötige Unterstützung. Wenn sie den Kampf mit den falschen, materiellen Begriffen über sich selbst aufnehmen und die geistigen Tatsachen praktisch anwenden — daß Gott das Vater-Mutter Gemüt und der Mensch das Kind oder die Idee des Gemüts ist —, erkennen sie die geistige Idee und handeln dementsprechend. Die Institution, die Kirche, bringt ihren Begriff von der Idee zum Ausdruck, und dadurch, daß sie an ihrer Tätigkeit teilhaben, gewinnen sie Kraft.

Wenn wir von der geistigen Basis ausgehen, tritt menschlich in Erscheinung, wie wir als die Idee des Geistes im Geist leben können. Gottesdienste, Sonntagsschule, Zeugnisversammlungen, Lesezimmer, Vorträge, Komiteearbeit, sie alle bieten dem einzelnen Gelegenheit, in seinem Verständnis von der geistigen Identität, der unsterblichen Aktivierung und der Vollkommenheit zu wachsen. Die Aufgabe, den falschen sterblichen Sinn vom Sein in uns selbst zu unterwerfen, führt uns — wenn wir sie auf uns nehmen und ausführen — ganz natürlich zu der größeren Aufgabe, nämlich die Wahrheit, die die Menschen zu den Forderungen des Christus erweckt, an andere im Gemeinwesen und in der Welt weiterzugeben. Mit diesem Erwachen beginnen sie an dem gewaltigen Kampf teilzunehmen, der der Welt zweifellos Frieden bringen wird.

Wie dankbar können wir für das Kirchenzentrum der Christlichen WissenschaftChristian Science; sprich: kr’istjən s’aiəns. sein! Diese schönen, praktischen Gebäude werden auf Jahre hinaus die Zentrale der Kirche Christi, Wissenschafter, sein, damit diese besser ihren Zweck als „diejenige Einrichtung, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt ...“, erfüllen kann. Die Unternehmungen Der Mutterkirche bringen der ganzen Menschheit die Idee von dem „Bau der Wahrheit und Liebe“, in dem jeder Schutz und die Kraft finden kann, die Annahme, Leben und Intelligenz sei in der Materie, mit der Wahrheit von dem einen Leben, dem einen Gemüt, Gott, zu überwinden.

Mrs. Eddy sagt: „Seid guten Mutes; der Kampf mit dem Selbst ist gewaltig; er gibt einem reichlich Beschäftigung, und das göttliche Prinzip wirkt mit euch — und Gehorsam krönt beharrliches Bemühen mit immerwährendem Sieg.“ Vermischte Schriften, S. 118.

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