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Cornelias Führerschein

[Urtext in deutscher Sprache]

Aus der Oktober 1977-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Endlich kam für Cornelia der Tag, an dem sie ihren Führerschein erwerben konnte. Wie freute sie sich; sie hatte ihre Mutter beim Fahren beobachtet und dabei viel gelernt. Aber wozu gab es eigentlich so viele Vorschriften? Es sah doch alles ganz einfach aus.

Als jedoch der Prüfungstag heranrückte, hatte Cornelia jenes hohle Gefühl im Magen, das sie schon von der Schule her kannte. Es war einfach Angst, aber diese Angst ließ ihr oft an Prüfungstagen ihre Lehrer als eine Art Gegner erscheinen anstatt als Freunde.

In der christlich-wissenschaftlichen Sonntagsschule hatte Cornelia das erste Gebot gelernt: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ 2. Mose 20:3; Sie hatte zu verstehen begonnen, daß Furcht einer dieser Götter ist, die wir nicht anbeten dürfen.

Cornelia wußte auch, daß nur inniges Gebet sie von Furcht befreien konnte. Manchmal jedoch schien es ihr, als wüßte sie nicht, wie sie richtig beten konnte und ob Gott sie auch hören würde. Lange Zeit hatte sie gemeint, es sei genug, wenn sie betete: „Lieber Gott, tu das und das für mich.“ Dann war sie manchmal enttäuscht, wenn sich nicht das gewünschte Ergebnis einstellte. So war es auch diesmal — Cornelia bestand nämlich die Fahrprüfung nicht. Sie fiel durch.

Was war schiefgegangen? Durch viele Erlebnisse lernte sie verstehen, daß wissenschaftliches Gebet weit mehr ist, als lediglich Gott um das zu bitten, was wir haben möchten. Sie mußte lernen, Gott in allem die Ehre zu geben. Sie mußte die falschen Götter, Furcht und Eigenwille genannt, aufgeben.

Sie fragte sich, ob sie eigentlich schon einmal darüber nachgedacht hätte, warum diese Prüfung erforderlich war und ob sie möglicherweise in einem Zusammenhang mit dem Gesetz Gottes stand. Cornelia wußte, daß sie durch die Christliche Wissenschaft eine Lösung für jedes Problem finden konnte und daß sie um Hilfe durch Gebet bitten konnte, wenn sie es allein noch nicht schaffte. Sie bat also eine Christliche Wissenschafterin um Beistand, als sie im Begriff war, die Prüfung zu wiederholen.

Ihre Aufmerksamkeit wurde auf eine Stelle in Wissenschaft und Gesundheit gelenkt, wo Mrs. Eddy erklärt: „Prüfungen sind Beweise von der Fürsorge Gottes.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 66; Sie begann zu verstehen, daß Prüfungen uns dazu aufrütteln, zu lernen, wie Gott für den Menschen sorgt. Es wurde Cornelia klar, daß ein Stück Papier, Führerschein genannt, an sich keine Garantie für Sicherheit ist. Sie mußte daran denken, daß sie immer Eigenschaften wie Intelligenz, Gehorsam und Geduld, die vom göttlichen Prinzip, Liebe, herstammen, zum Ausdruck bringen konnte. Erleichtert erkannte sie, daß, wenn sie solche Eigenschaften ausdrückte, jede Gefahr für sie selbst und andere ausgeschlossen würde. Sie stellte fest, daß Autofahren tatsächlich ein Beweis dafür werden konnte, daß in dem einen Gemüt alle einer vollkommenen Ordnung unterstehen.

Als Cornelia über all das nachdachte, wurde sie wieder zuversichtlich. Jetzt verstand sie die folgenden Worte Mrs. Eddys: „Gott schafft und regiert das Universum, einschließlich des Menschen.“ ebd., S. 295. Es fiel ihr leicht, sich Ihm im Glauben an Seine immer gegenwärtige Hilfe ganz zuzuwenden.

Voller Freude begab sie sich zum zweiten Mal zur Prüfung. Und an diesem strahlenden Morgen kam Cornelia zum Bewußtsein, daß ja auch der Prüfer ein Kind Gottes war, dem gleichen göttlichen Gesetz unterstand und die gleichen Eigenschaften des Christus, der wahren Idee Gottes, ausdrückte. Cornelia fuhr korrekt, unbeschwert und konzentriert. Anschließend rief sie zu Hause an und erzählte, daß sie den Führerschein bekommen habe — ein Dokument, das jetzt viel mehr für sie war als lediglich ein Stück Papier.

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