Vor vielen Jahren erhielt ich von meiner Schwester aus Nordamerika einige Exemplare des Herolds der Christlichen Wissenschaft und das Lehrbuch, Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy. Ich las sie mit großem Interesse, da mich religiöse Fragen schon immer beschäftigt hatten. Wissenschaft und Gesundheit befriedigte mich in jeder Hinsicht und wurde mir unentbehrlich. Mein Mann las auch manchmal in dem Buch und sagte meistens: „Ich verstehe es nicht.“
Da die Christliche Wissenschaft für mich so sehr nützlich war, hatte ich den Wunsch, zu beweisen, was ich verstand, und auch ein großes Verlangen, meinen Mann davon zu überzeugen, daß die Christliche Wissenschaft heilt.
Als ich eines Tages den Boden reinigte, stach ich mir einen großen Splitter in den Finger. Mein Mann konnte ihn herausziehen, und ich beendete meine Arbeit. Am späten Abend — ich hatte mich schon längst schlafen gelegt — spürte ich auf einmal starke Schmerzen in der Hand. Als ich sie ansah, war sie stark geschwollen, und Verfärbungen liefen von der Hand bis zum Arm, wo auch einige Schwellungen bemerkbar waren.
Als mein Mann die Hand und den Arm sah, sagte er: „Du hast eine Blutvergiftung. Du mußt sofort zum Arzt.“ Ich bat ihn um das Buch Wissenschaft und Gesundheit und schlug es wahllos auf und las eine Stelle auf Seite 321. Mrs. Eddy erklärt dort den Vorfall in der Bibel, wo Mose die aussätzige Hand hatte und Gott ihm gebot, sie in den Bausch seines Gewandes zu stecken. Als er sie wieder herauszog, war sie gesund wie die andere. Nachdem ich mich in die Stelle vertieft hatte, verstand ich die Allmacht Gottes, des göttlichen Gemüts, zu heilen. Ich legte meine Hand unter die Decke und schlief sehr tief ein, so daß ich meinte, einige Stunden geschlafen zu haben, obwohl es nur eine gute halbe Stunde war.
Als ich aufwachte, sah ich meine Hand an, und sie war vollkommen gesund. Mein Mann, dem ich sie auch zeigte, sagte: „Ja, aber zeig mir die andere.“ Ich tat es, und man sah überhaupt keinen Unterschied. Die ganze Schwierigkeit mit der Hand und dem Arm war durch das Lesen jener erleuchtenden Stelle in Wissenschaft und Gesundheit geheilt worden.
Unsagbare Dankbarkeit und Freude erfüllten mich. Auch mein Mann interessierte sich nach diesem Erlebnis ernsthaft für die Christliche Wissenschaft. Ich kann meine Dankbarkeit für den unendlichen Segen, den die Christliche Wissenschaft bringt, nicht in Worten ausdrücken.
Augsburg, Bundesrepublik Deutschland
