Mary Baker Eddy beginnt das Vorwort zu Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift mit den Worten (S. vii): „Für alle, die sich auf den erhaltenden Unendlichen verlassen, ist das Heute reich an Segnungen.“ Dankbaren Herzens gebe ich diese Zeugnis als Beweis für die Richtigkeit ihrer Erklärung.
Bevor ich mich für die Christliche WissenschaftChristian Science (kr´istjən s´aiəns) zu interessieren begann — es war bald nach meiner Heirat —, litt ich unter einer schmerzhaften Verdauungsstörung. Ich mußte deshalb mitunter meiner Arbeit fernbleiben, das Bett hüten, diät leben und viel Arznei einnehmen. Unser freundlicher Hausarzt konnte kein Heilmittel finden, und eines Tages sagte er, es sei ein Segen, daß mir meine Musik so viel bedeute, da ich nie kräftig genug sein würde, etwas anderes zu tun.
Dann hörte ich von der Christlichen Wissenschaft und ging in ein Lesezimmer, um zu erfahren, wie ich von einem Ausüber der Christlichen Wissenschaft Hilfe bekommen konnte. Als ich die Ausüberin das erstemal besuchte, erklärte sie mir, daß ein kranker Sterblicher nicht Gottes Schöpfung sei und daß das Böse, in welcher Form es auch auftrete, von keinem Gesetz Gottes gestützt werde. Sie erklärte mir dann weiter, daß das von Gott erschaffene Kind stets vollkommen sei und unter dem göttlichen Gesetz stehe. Als ich erkannte, daß die Machtlosigkeit des Bösen dadurch bewiesen werden konnte, daß man nicht an die Macht des Bösen glaubt, war der Mesmerismus gebrochen. Mit diesem neuen Verständnis ausgerüstet, fürchtete ich nicht mehr den Zustand, und ich fand bald den Mut, dieselben Speisen zu mir zu nehmen, die für meinen Mann zubereitet wurden. Ich kann mich noch gut an die Freude über jene erste Mahlzeit erinnern und an die grenzenlose Dankbarkeit, die ich empfand, als ich von jenem Zustand frei wurde.
Von da an war ich mir der Güte Gottes mehr bewußt, und mein Leben begann sich auf eine wunderbare Weise zu entfalten; ich konnte Mutter zweier gesunder Kinder werden und ein nützliches und aktives Leben führen.
Als ich noch sehr neu in der Christlichen Wissenschaft war, erlebte ich eine augenblickliche Heilung. Mrs. Eddy sagt (ebd., S. 449): „Ein Körnlein der Christlichen Wissenschaft tut Wunder für die Sterblichen, so allmächtig ist Wahrheit; man muß sich aber mehr von der Christlichen Wissenschaft aneignen, um im Gutestun beharren zu können.“ Die Wahrheit, daß durch „ein Körnlein der Christlichen Wissenschaft“ Gutes erzielt wird, wurde mir durch folgende Erfahrung bewiesen.
Der Kinderwagen mit meinem drei Monate alten Sohn war eines Tages auf den Rasen gestellt worden. Ein wenig später sah ich durch das Fenster, daß der Kinderwagen umgekippt war und das Baby mit dem Gesicht nach unten in einem Blumenbeet lag. Als ich zu ihm hinauslief, dachte ich an Gottes immerwährende Herrschaft über Seine Schöpfung. Ich hob das Kind auf; sein Gesichtchen war blau, und es hatte eine Beule am Kopf. Ohne noch einmal hinzuschauen, legte ich dann den Kleinen in sein Bettchen, so schmutzig, wie er war, und wandte mich der Antwort auf die Frage „Was ist der Mensch?“ in Wissenschaft und Gesundheit zu. Sie beginnt mit den Worten (S. 475): „Der Mensch ist nicht Materie; er besteht nicht aus Gehirn, Blut, Knochen und anderen materiellen Elementen.“ Nachdem ich mich eine Zeitlang damit befaßt hatte, war ich völlig ruhig und schaute in die Wiege. Das Kind hatte wieder eine normale Farbe (bis auf die feuchte Erde), und keine Beule war zu sehen. Diese heilige Erfahrung zeigt, daß in einem Notfall die Wahrheit tatsächlich das Allheilmittel ist.
Während des Krieges, als mein Mann irgendwo in Europa in den Streitkräften diente, erwachte einige Monate später dasselbe Baby eines Morgens mit dem Ruf „Vati!“ Da ich es als eine Warnung empfand, daß sein Vater in Gefahr war, kniete ich neben dem Bettchen nieder und hielt im Gebet daran fest, daß die untrennbare Beziehung des Menschen zu Gott ewiglich unversehrt ist — der physische Zustand oder das Land spielte dabei keine Rolle und konnte diese Tatsache nicht ändern.
Einige Tage später erfuhr ich von dem Regiment meines Mannes, daß er schwer krank gewesen war. Nachdem der Militärarzt am Abend gedacht hatte, daß mein Mann nur noch eine Stunde leben würde, sah er ihn am folgenden Morgen am Leben und auf dem Wege der Besserung.
Ich bin tief dankbar für Mrs. Eddys selbstloses Leben, daß sie uns den Segen des durch Christus Jesus verheißenen Trösters zuteil werden ließ, den ihr Gott offenbart hatte; ich bin dankbar für Mitgliedschaft in Der Mutterkirche und in einer Zweigkirche sowie für Klassenunterricht.
Croydon, Surrey, England
Gern bestätige ich, daß das Zeugnis meiner Frau über ihre eigene Heilung und über meine bemerkenswerte Genesung der Wahrheit entspricht. Der Arzt war wirklich überrascht, als er mich am nächsten Morgen im Lazarett am Leben sah.
