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Unsere Welt braucht Heiler

Aus der Februar 1996-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


In ihrem Buch Daily Strength for Daily Needs zitiert Mary W. Tileston die Verse aus dem Neuen Testament Siehe Kol 1:10, 11.: „Lebt würdig des Herrn, gefallt ihm in allen Stücken, bringt Frucht in jedem guten Werk, und wachst in der Erkenntnis Gottes, gestärkt mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut.“

An diese Bibelstelle schließt die Autorin die folgenden Worte des englischen Geistlichen Frederick William Robertson an: „Wahre Arbeit wird nicht damit getan, daß wir bedauern, was irreparabel ist, sondern damit, daß wir das Beste aus dem machen, was wir sind. Nicht mit Klagen darüber, daß wir nicht das richtige Werkzeug besitzen, sondern damit, daß wir die Werkzeuge, die wir haben, richtig nutzen.“ Daily Strength for Daily Needs (Boston: Little, Brown and Company, 1994), S. 89.

Würden wir uns die Welt um uns her ansehen und nur all ihre Probleme aufzählen — Kriminalität in den Großstädten, ethnische Konflikte, regionale Kriege, organisierter Haß und Vorurteile, Mangel und Armut riesigen Ausmaßes in unterentwickelten Ländern, Kindesmißhandlung, Krankheit, Umweltverschmutzung, die Zerstörung großer Biosphären, das Aussterben von Pflanzen- und Tierarten und so weiter —, dann könnten wir leicht in eine mentale Haltung verfallen, wo wir mit einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit nur alles „bedauern, was irreparabel ist“. Und würden wir dann einen Blick auf unsere vielleicht sehr mager aussehenden Ressourcen werfen, mit denen wir diese Übel bekämpfen und „in jedem guten Werk Frucht bringen“ sollen, könnte es ebenso leicht sein, daß wir bloß traurig darüber „klagen, daß wir nicht das richtige Werkzeug besitzen“.

Und doch gab es einen Heiler, der — obwohl er nur eine relativ kurze Zeit auf der Welt wirkte — eindeutig demonstrierte, daß kein Zustand irreparabel ist. Er bewies, daß jeder die gottgegebene Fähigkeit hat, die Werkzeuge effektiv zu nutzen, mit denen Gott uns ausgerüstet hat, um unsere Mitmenschen zu segnen und der Welt das Licht des Christus-Heilens und Erlösung zu bringen. Dieser Heiler war der Heiland, Christus Jesus.

Es wird allgemein angenommen, daß Jesu heilende und erlösende Tätigkeit in einem Zeitraum von drei Jahren stattfand, als er noch ein junger Mann war. Und was für bemerkenswerte Taten und wieviel Gutes hat unser Meister vollbracht! Er heilte Blindheit, Taubheit, Aussatz, Geburtsfehler, Epilepsie, Lähmung. Er speiste die Menschenmenge. Er stillte einen tosenden Sturm. Er erlöste die Sünder. Er weckte die Toten auf. Er hat die Welt für immer umgewandelt.

Jesus ließ sich durch das Bild, das die Welt ihm aufdrängte — ein Bild von Krankheit und Mangel, von Gewalttätigkeit und Sterblichkeit —, nicht von der reinen Vision der göttlichen Wirklichkeit ablenken, von der Erkenntnis des gegenwärtigen Reiches Gottes. Da er die Gesetze Gottes, die die Wirklichkeit regieren, verstand und ihnen gehorchte, konnte er diese Gesetze regelmäßig mit Erfolg anwenden, um andere zu heilen. Die Tatsache, daß Gottes Schöpfung gut ist, wird — so bewies Jesus — durch die göttlichen Gesetze für immer und ewig aufrechterhalten. Was Gott erschafft, muß den Schöpfer zum Ausdruck bringen: Geistigkeit bringt den göttlichen Geist, reine Liebe und Barmherzigkeit bringen die göttliche Liebe zum Ausdruck; Integrität bringt die göttliche Wahrheit, Vitalität und Vollständigkeit bringen das göttliche Leben zum Ausdruck.

Diese auf der Bibel basierenden Namen für Gott — Geist, Liebe, Wahrheit, Leben — helfen uns, Seine unendliche Natur besser zu verstehen und damit auch die Natur Seiner Schöpfung, einschließlich des Menschen, besser zu verstehen. Wir entdecken, daß göttliche Eigenschaften — Geistigkeit, Liebe, Barmherzigkeit, Vitalität, Vollständigkeit und viele andere mehr — tatsächlich jedem von uns innewohnen. Unsere eigene Natur ist die Widerspiegelung Gottes. Und was für eins von Gottes Kindern gilt, muß auch für alle gelten.

Das geistige Verständnis dieser Tatsachen des Seins, der Wirklichkeit Gottes, und dazu das Gebet, das dieses Verständnis speziell auf die dringenden Probleme anwendet, mit denen die Gesellschaft und die Menschen heute konfrontiert sind, geben uns ein mächtiges Werkzeug an die Hand, mit dem wir viel bewirken können. In ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift stellt die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, Mary Baker Eddy, folgende Forderung an jeden von uns: „Es ist möglich, ja, es ist die Pflicht und das Vorrecht eines jeden Kindes, eines jeden Mannes und einer jeden Frau, dem Beispiel des Meisters durch die Demonstration der Wahrheit und des Lebens, der Gesundheit und der Heiligkeit in einem gewissen Grade zu folgen. Die Christen erheben den Anspruch, seine Nachfolger zu sein, aber folgen sie ihm in der Weise, die er gebot? Hört die folgenden gebieterischen Befehle:, Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist‘!, Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur‘! ,Macht Kranke gesund‘!“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 37.

Mit willigem Herzen und einem wachsenden geistigen Verständnis der Gesetze Gottes kann jeder — unabhängig von Alter, Position oder Stellung im Leben — Christus Jesus besser und konsequenter folgen und einer Welt helfen, die so sehr der Heilung bedarf. Vielleicht werden wir nicht erleben, daß die ganze Welt von einem Tag auf den anderen umgewandelt wird oder alle Übel schon morgen beseitigt sind. Doch wir können Tag für Tag und Leben für Leben echte Fortschritte in dieser Richtung erkennen durch unsere Gebete und heilende Arbeit für Familie, Nachbarn, Städte und Gemeinden, Nationen und die ganze Menschheit. Nichts ist irreparabel — und das notwendige Werkzeug besitzen wir auch.

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