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Alles war verpackt

Aus der Juni 1997-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Alles war verpackt. Ich saß um drei Uhr nachmittags im leeren Haus und hatte nichts mehr außer einem Schlafsack und einem Telefon. Der Möbelwagen verschwand am Ende der Straße und mit ihm alle meine irdischen Habseligkeiten. Am nächsten Morgen um neun Uhr sollte der Verkauf meines Hauses abgeschlossen werden; ich sollte das Geld telegrafisch den Besitzern des neuen Hauses zukommen lassen, das ich in einer anderen Stadt gekauft hatte, und wollte mich dann auf den Weg in eine neue Stadt machen und ein neues Leben beginnen.

Um vier Uhr rief mich mein Anwalt an mit der Nachricht, dass es nicht zum Abschluss kommen würde; die Leute, die mein Haus kaufen wollten, hatten sich vom Kauf zurückgezogen und das wär das! Obschon ich die notwendigen Schritte unternahm, um meine Möbel umzuleiten und einlagern zu lassen, war ich doch absolut sprachlos. „Warum, Gott?“ fragte ich.

Ich reichte in meine Reisetasche und zog die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit hervor, um die Bibellektion aus dem Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft zu lesen. In einem Psalm stand: „Weise mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit“ (86:11). In Wissenschaft und Gesundheit wurde auf folgendes hingewiesen: „Wenn wir geduldig auf Gott harren und die Wahrheit in rechtschaffener Weise suchen, dann lenkt Er unseren Pfad” (S. 254). Auf Gottes Führung vertrauend, rief ich eine Bekannte an, von der ich wusste, dass sie eine Wohnung suchte. Sie erklärte sich bereit, mein Haus zu mieten. Dann beschloss ich in aller Ruhe, wie geplant in die neue Stadt zu fahren und mich weiter von Gott führen zu lassen.

Die wunden Stellen, die mir schlaflose Nächte und ständige Beschwerden bereitet störten mich augenblicklich viel weniger.

Obwohl es Wochen dauerte, bis ich eine Hypothekenbank gefunden hatte, die mein neues Haus finanzieren wollte, betete ich weiter und vertraute darauf, dass Gott mich leiten würde. Als eine kleine Bank mir eine Hypothek zu den denkbar schlechtesten Bedingungen anbot, akzeptierte ich dennoch, damit die Verkäufer meines neuen Hauses ausziehen konnten. Innerhalb weniger Wochen konnte ich eine neue Hypothek bekommen mit niedrigeren Zinssätzen und Zahlungen, die für mich erschwinglich waren. Mein neues Heim war gesichert!

Noch wunderbarer als diese finanzielle Demonstration aber war eine bedeutende körperliche Heilung, die ich erlebte.

Das Haus lag in einer ländlichen Gegend, wo es von Insekten nur so wimmelte. Als ich das Land um mein Haus herum bearbeitete, erschienen überall auf meinem Körper wunde Stellen. Schlafen war unmöglich und Nacht für Nacht lag ich wach mit Gedanken, wie sie der arme Hiob in seiner großen Not gehabt haben muss. Dies zog sich über mehrere Wochen hin. Als ich eines Nachts um Erleichterung betete, fielen mir folgende Worte in Wissenschaft und Gesundheit ins Auge: „Alle Geschöpfe Gottes, die sich in der Harmonie der Wissenschaft bewegen, sind unschädlich, nützlich und unzerstörbar“ (S. 514). Die Insekten, die diese Beschwerden verursacht hatten, schienen alles andere als „unschädlich“ oder „nützlich“ zu sein und ich wünschte mir bestimmt nicht, dass sie „unzerstörbar“ seien. Als ich weiter forschte, um zu verstehen, was Mrs. Eddy gemeint haben mochte, wurde mir klar, dass jeder Ausdruck des Lebens in Wirklichkeit Gottes Schöpfung ist. Die vollständige Heilung trat ein, als ich las: „Was Er schafft, ist gut, und Er macht alles, was gemacht ist” (ebd., S. 472). Ich war fest entschlossen, Gott nicht dadurch in Unehre zu bringen, dass ich behauptete, das Gute, das Er geschaffen hat, könne mir in irgendeiner Weise schaden.

Die wunden Stellen, die mir schlaflose Nächte und ständige Beschwerden bereitet hatten, störten mich augenblicklich viel weniger. Zum ersten Mal seit langem schlief ich ruhig ein. Am nächsten Morgen waren die Stellen größtenteils verschwunden; am Abend waren sie ganz fort.

Das ist jetzt vier Jahre her und ich habe seitdem keine Schwierigkeiten mehr gehabt. Die Insekten sind nicht verschwunden — nur die Gedanken, dass sie mir irgendwie schaden könnten.

Ich bin sehr dankbar für die Christliche Wissenschaft und die wunderbaren Auswirkungen, die sie auf mein Leben gehabt hat. Jeden Morgen, wenn ich die Augen aufschlage, schaue ich erst einmal um mich, betrachte mein neues Haus und die veränderten Verhältnisse und denke daran, wie unmöglich es mir noch vor kurzem erschienen war, dass es in meiner verzwickten Lage überhaupt eine Lösung geben würde. Und ich verspreche Gott; dass ich der Welt davon erzählen werde, was für eine herrliche Sache es ist, der Christlichen Wissenschaft zu folgen, und was für einen Freiden es bringt, wenn man in seinem Leben das Gute durch Wahrheit entfalten lässt.


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