
Editorials
Wie oft spürt man heute Unsicherheit, wenn Entscheidungen zu treffen sind! Sollte man so oder so handeln, ein Angebot annehmen oder ausschlagen, in einem Beruf, einem Haus oder an einem Ort bleiben oder nicht? Es scheint so, als wären wir alle manchmal in der einen oder anderen Form in einer Zwangslage. Kann Gebet derartige menschliche Probleme lösen? Viele bezeugen, daß es das kann und auch tut.
Ist es in unserem aufgeklärten Zeitalter wirklich nötig, diese Warnung auszusprechen? Obwohl die menschlichen Annahmen über G ott immer noch sehr unterschiedlich sind, würden zivilisierte Menschen sicherlich nicht versuchen, G ott in einer menschlichen Gestalt darzustellen und diese in der Art der Religionen der Vielgötterei vergangener geschichtlicher Epochen anzubeten. Und dennoch scheint Abgötterei, wenn auch in veränderter Form, unter uns fortzubestehen.
Unsere Zeit verlangt nach besserem geistigen Heilen. Um das zu erreichen, werden wir einen erleuchteteren Glauben gewinnen müssen.
In welcher Schlichtheit entfaltet das Lukasevangelium die Weihnachtsgeschichte! Hier können wir lesen, wie G ottes Engelsbotschaft das demütige Denken der Hirten erreichte und ihnen die Geburt Christi Jesu verkündigte. Es war tatsächlich „große Freude, die allem Volk widerfahren“ Luk.
Christi Jesu Gebete wurden mit höchster Autorität gesprochen und waren die wirkungsvollsten, die die Welt je gekannt hat. Er betete beständig und zuversichtlich.
Mit gemischten Gefühlen scheinen diejenigen das Ende eines Kalenderjahres zu betrachten, die bei der Rückschau auf die gerade verflossenen zwölf Monate glauben, daß ihre Mißerfolge Anzeichen für ähnliche Niederlagen im kommenden Jahr seien. Es ist nur natürlich und richtig, aus den Siegen der Vergangenheit neue Zuversicht zu gewinnen; ist es aber die richtige Einstellung, wenn wir erwarten und befürchten, daß sich vergangene Mißerfolge wiederholen werden? Es ist wahr, daß wir die Vergangenheit nicht ändern können, aber müssen wir denn ihre Enttäuschungen mit uns schleppen? Hat die Vergangenheit von sich aus die Macht, unsere Zukunft zu belasten? Wenn wir auch die Vergangenheit, selbst von einem rein menschlichen Standpunkt aus, nicht ganz und gar ablehnen können, so sollten doch keine ihrer bitteren Erfahrungen, sondern nur ihre Lektionen zurückbleiben, denn was diese uns gelehrt haben, kann unsere Zukunft besser gestalten.
In mehr als einem Jahrhundert hat die Christliche Wissenschaft gelehrt und bewiesen, daß alle Krankheit ihren Ursprung im menschlichen Gemüt hat, daß die Symptome und Empfindungen von Krankheit mental ausgelöste Phänomene sind, die niemals als physische Zustände betrachtet oder behandelt werden sollten. Sie betont, daß Krankheit als eine Illusion erkannt werden sollte, ähnlich der Erfahrung, der wir in einem bösen Traum begegnen, und daß die Heilung erfolgt, wenn dieser Alptraum durch geistiges Verständnis vertrieben ist.
Welch ein passender Ratschlag für unser Zeitalter, obwohl Paulus ihn den Christen in Thessalonich schon vor neunzehn Jahrhunderten gab! Siehe 1. Thess.
Wenn wir einen Staubsauger benutzen, denken wir vielleicht, daß der Staubsauger den Schmutz aus dem Teppich saugt. In Wirklichkeit wird der Schmutz durch den Luftdruck oder atmosphärischen Druck aus dem Teppich in den Behälter des Staubsaugers gepreßt.
Viele Menschen wissen aus Erfahrung, daß scheinbar unheilvolle Ereignisse sich schließlich als ein Segen erweisen können. Plänen, die zunichte wurden, folgten oft bessere Gelegenheiten.