
Editorials
Unter den verschiedenartigen Formen selbstauferlegten menschlichen Leidens gibt es wenige, die der gedanklichen Qual der Einsamkeit gleichkommen, dem Gefühl des Nicht-dazu-Gehörens, dem Gefühl, daß sich niemand um uns kümmert und niemand uns liebhat. Jemand, der ohne Familie und nahe Freunde zurückgeblieben ist, ist oft besonders der Versuchung ausgesetzt zu glauben, daß er ganz allein steht, und daß dieser Mangel an menschlicher Zuneigung ihm das Interesse am Leben, seine besondere Eigenart und sogar den Lebenszweck selbst nehmen kann.
Mary Baker Eddy schätzte die Schönheiten und Herrlichkeiten der Natur danach ein, was sie uns andeuten und welche Lektionen sie uns lehren könnten. Sie sagt uns, daß unser Begriff von der materiellen Welt vergeistigt werden muß (Vermischte Schriften, S.
Die Christliche Wissenschaft gibt uns eine feste Ausgangsstellung, von welcher aus wir uns vorwärtsbewegen können. Diese Front bietet keinen sterblichen oder materiellen Anblick — ein solcher würde Schwäche, nicht Stärke, bedeuten — sondern ist völlig geistig.
Der menschlichen Erfahrung gemäß bedeutet der Ruf zu den Waffen eine Zeit der Erregung, aufgewühlter Empfindungen und oft auch eine entschlossene Zusammenballung aggressiver menschlicher Willenskraft. In der Christlichen Wissenschaft ist der Ruf zu den Waffen nicht der Klang des Signalhorns, sondern die beständige Forderung des Christus, uns der Rüstkammer des G eistes zu bedienen in unserem mentalen Kampf mit allem, was uns einreden möchte, daß G ott, das Gute, nicht allmächtig, daß der Mensch ein materieller Sterblicher und daß das Böse eine Macht sei.
Einer der schönsten Anblicke in der Natur ist ein im Fluge schwebender Vogel. Mit ausgebreiteten Schwingen gleitet er anmutig durch die Atmosphäre.
Das L eben ist G ott, und G ott ist ewig, allmächtig, allgegenwärtig, allwissend. Der Mensch ist die vollkommene Idee des L ebens und existiert in Sicherheit, fern von allem, was ihm feindlich sein könnte.
Die Christliche Wissenschaft erhebt uns über die herkömmliche theologische Annahme, der Mensch sei ein Sterblicher und sein Leben und seine Gesundheit hingen von ihm selbst ab, zu der Wahrheit, daß der Mensch eine geistige Ausströmung ist und in allem nur von G ott, seinem Urquell, abhängig. In „Pulpit and Press“ (Kanzel und Presse) gibt Mary Baker Eddy folgende Erklärung (S.
Wer den Christus empfängt, fühlt den Drang, ihn zum Ausdruck zu bringen. Ein solches Verlangen ist mehr als ein drängendes menschliches Begehren; es ist die Widerspiegelung der erlösenden und heilenden Macht der göttlichen L iebe durch den Einzelnen.
Christus Jesus empfahl einst ein Gebet, das jeder seiner Nachfolger demütig überdenken sollte. Als er die Siebzig auf ihre Heilmission aussandte, sagte er zu ihnen (Luk.
Wahrheit ist die endgültige Antwort auf alle Fragen. Sie kann bewiesen werden, und darin besteht ihre einzige Bestätigung.