
Editorials
Der von G ott geschaffene Mensch ist der Mensch, der versteht. Seine Umgebung ist die Gegenwart G ottes, des Guten.
Das Herannahen von Weihnachten bietet den Christlichen Wissenschaftern stets Gelegenheit, die Bedeutung dieses Festes aufs neue zu ergründen und höher zu schätzen. Wenn sich unser Denken über einen rein materiellen Begriff vom menschlichen Festefeiern erhebt, neigen wir uns, bildlich gesprochen, in tiefer Dankbarkeit und Verehrung und erfassen die überaus wichtige geistige Bedeutung in unserem eigenen Leben.
Christus Jesus kam, um die Menschheit zu erlösen und zu heilen, um das wiederzuerstatten, was verloren war, um das wieder zurückzubringen, was vertrieben war. Das Ziel seiner Sendung war Erlösung.
Die Christliche Wissenschaft gründet ihre Folgerung, daß die menschlichen Leiden unwirklich sind, auf die offenbarte Wahrheit, daß G ott das unendliche Gute ist und daß das Böse und die Disharmonie nicht einem guten G ott entstammen können. Daher nimmt sie den festen Standpunkt ein, daß die sterbliche Existenz ein selbstgeschaffener hypnotischer Traum ist, der sich selbst mit seinen eignen Wahngebilden bevölkert — ein Traum, der von der Wissenschaft verscheucht wird.
Wenn die Christliche Wissenschaft wissenschaftlich demonstriert werden soll, so muß jeder Punkt ihrer Lehren in verständnisvoller Weise in Betracht gezogen werden; denn jeder Punkt, der klar verstanden wird, hilft dem Wissenschafter, durch die Heilung zu beweisen, daß es sich hierbei nur um geistige Tatsachen handelt und ein unwandelbares geistiges Gesetz. Da die Menschen glauben, daß sie in einer Welt der Materie und in materiellen Körpern leben, haben ihre sogenannten wissenschaftlichen Studien und Untersuchungen sie gänzlich von der großen geistigen Tatsache abgelenkt, die ihnen, wenn sie erfaßt wird, das Verständnis von der Wirklichkeit und von ihrem wahren, vollkommenen Sein bringt.
Der Zweck der Christlichen Wissenschaft ist nicht nur, die Liebe als Mittel und Methode zu benutzen, um der Menschheit Harmonie zu bringen, sondern die Allheit der göttlichen L iebe zu beweisen. Nur ein G ott, der die L iebe ist, konnte ein vollkommenes Menschentum und ein geistiges Weltall hervorbringen.
Im Handbuch Der Mutterkirche gibt unsere Führerin Mary Baker Eddy eine bestimmte Regel, die den Gebrauch von schriftlichen Formeln als Hilfsmittel beim Unterricht und der Anwendung der Christlichen Wissenschaft verbietet. Unter der Überschrift „Formeln verboten“ schreibt sie unter anderem (Art.
In ihrem Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ erwähnt Mary Baker Eddy die unendliche Berechnung des G eistes (siehe S. 209), und zweifellos gebraucht sie diesen Ausdruck, um das Denken über den Begriff der Endlichkeit zu der Erkenntnis des absoluten, unbeschränkten und unbegrenzten Wesens G ottes, des P rinzips und seiner Idee, zu erheben.
„Alle Geschichte ist eine Bibel. “ Diese Worte von Thomas Carlyle bringen eine große Wahrheit zum Ausdruck.
Behandlung kann in der Christlichen Wissenschaft in sehr weitem Sinne ausgelegt werden. Ihr beiläufiger Zweck ist, die Sünde zu zerstören, den Leidenden Erleichterung zu schaffen und Harmonie in die menschlichen Angelegenheiten zu bringen.