
Editorials
Das L eben ist überall. Niemand kann seine Grenzen überschreiten.
Wenn man den ersten besten Menschen, der einem auf der Straße begegnet, fragte, was Freiheit sei, woher sie komme und warum wir sie lieben, dürfte seine Antwort wohl nicht sehr befriedigend oder vollständig sein. Wenn man dieselbe Frage an den zweiten oder dritten Menschen richtete, dürften auch deren Erwiderungen nicht viel zu unserem Verlangen nach einer klaren Antwort beitragen.
Unruhe ist immer das Ergebnis einer Erscheinungsform der Furcht. In der Atmosphäre der S eele, wo jede Idee, von den ihr Sein regierenden Gesetzen der Entfaltung und des Ausdrucks geleitet, tätig ist, ist die Aufregung der Hast, der Sorge, der Spannung und des Drucks unbekannt.
Die Wahrheit ist sehr alt, ja so alt, daß sie immer war, dazu so lebenskräftig, so göttlich beständig, daß sie immer sein wird. Sie ist die köstliche Perle, wofür die Weisen alles geben, was sie haben.
Wenn verstanden wird, daß der Mensch, das Bild und Gleichnis G ottes, der Ausdruck aller Eigenschaften des G emüts ist, dann wird statt Unterscheidung Einheit und Gleichstellung sein. Die herkömmliche Gewohnheit, gewisse Kennzeichen bei den Männern und andere bei den Frauen zu suchen, wird aufhören.
Wie oft doch auf der Schaubühne menschlicher Ereignisse Gestalten in Bösewichts- und Opferrollen auftreten!
Gewöhnlich denkt man sich den Menschen als teils aus Zeitlichem, teils aus Dauerndem zusammengesetzt. Der dauernde Teil wird Seele, der zeitliche Körper genannt.
Gewöhnlich bringt man Gras nicht mit Drachen in Verbindung. Aber Jesaja tat es und zu einem guten Zweck.
Wenn die Menschen zur Erkenntnis der Größe des Lebens erwachen, finden sie sich eins mit allen großen Idealen und Zwecken, welche allgemeine Erlösung verkündigen. Indem sie sich wesenseins mit allem machen, was intelligent und gerecht für Gleichheit und Freiheit unter den Menschen arbeitet, sehen sie ihr eigenes Leben im Verhältnis zum Ganzen.
Niemand kann aufhören zu denken und braucht es auch nicht. Aber man muß dem Denken eine intelligente Richtung geben und es unterlassen, bei jeder Veranlassung alles zu reden, was man denkt.