
Editorials
Als die Christliche Wissenschaft entdeckt wurde, fand sie eine Welt vor, die sich über die Bedeutung der Selbstbeherrschung immer noch nicht klar war und auch nicht darüber, wie diese erlangt werden kann. Da die Welt glaubte, sie sei zum Christentum bekehrt, nahm sie zwar Christus Jesus als das eine vollkommene Beispiel einer solchen Beherrschung an; doch trotzdem hatte sie selten genug Verständnis des Christentums, um hinzugehen und desgleichen zu tun.
Viele Menschen scheinen mit kaum einer Spur von Dankbarkeit im Herzen durchs Leben zu gehen. Blickt man ihnen ins Gesicht, so kann man kaum einen Schimmer von Fröhlichkeit, der Zwillingsschwester der Dankbarkeit, wahrnehmen.
Mrs. Eddy schrieb keine umwälzenderen Worte als die „wissenschaftliche Erklärung des Seins” auf Seite 468 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift”.
Eine der im Neuen Testament berichteten fesselndsten Begebenheiten ist die von Jesus vollbrachte augenblickliche Heilung des blutflüssigen Weibes. Matthäus, Markus und Lukas erwähnen sie in ihren Evangelien.
Ein Segen von unschätzbarem Wert, den die Christliche Wissenschaft den Menschen gebracht hat, ist das Heilen von Leid. Durch das sanfte Wirken des Christus, der W ahrheit, werden Herzen, die unter einer Last von Kummer gebeugt sind, aufgerichtet, und die Freudensonne scheint, wo vorher nur die Finsternis der Verzweiflung war.
Für das Herz des Christlichen Wissenschafters gibt es wahrscheinlich nichts Teureres als die Church of Christ, Scientist. Er versteht gut, daß durch die organisierten Tätigkeiten dieser Kirche, die im Gehorsam gegen das von G ott eingegebene, von G ott verliehene Kirchenhandbuch weitergeführt wird, am wirksamsten für alles Wahre gesorgt wird.
Chemikalisation (Gärung) ist ein jedem Christlichen Wissenschafter wohlbekannter Gegenstand. Mrs.
Das Wort „Substanz” hat für den Schüler der Christlichen Wissenschaft eine sehr bestimmte Bedeutung, die jedoch von der allgemein angenommenen ganz verschieden ist. Für gewöhnlich wird die (so genannte) Materie [Stoff]— das, was die körperlichen Sinne zu entdecken und zu zerlegen behaupten — für Substanz gehalten; doch dieselben materiellen Sinne nehmen keinerlei Kenntnis von dem G eist, den die Christliche Wissenschaft für die allein wirkliche Substanz erklärt.
Das Menschenherz sehnt sich nach wahrer Freundschaft, nach jenem innigen Verhältnis, das dem Menschen teilnahmsvolles Verständnis für seine innersten Gedanken, für sein Trachten und Sehnen, für seine Ziele und Bestrebungen, ja, sogar für seine Zweifel und Befürchtungen entgegenbringt. Eine solche Freundschaft ist über alle Maßen köstlich, und eine Freundschaft, die eine solche Innigkeit verbürgt, füllt jene große Leere aus, die dort im Menschenleben herrscht, wo diese Freundschaft fehlt.
Was für ein Abgrund besteht doch zwischen den Annahmen, die die Sterblichen über den Menschen hegen, und der Wahrheit über ihn! Es ist ein Abgrund, der so weit ist, daß er unüberbrückbar ist; denn die Annahmen der Sterblichen über den Menschen sind unwirklich, während die Wahrheit über ihn wirklich ist. Obgleich es im ersten Kapitel des ersten Buchs Mose in klarster Sprache heißt: „Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde”, und obgleich daraus, daß G ott vollkommen ist, folgen muß, daß auch der Mensch vollkommen ist, wie beharrlich ist dennoch der Glaube an die Unvollkommenheit des Menschen! Ja, nur durch das Verständnis, das die Christliche Wissenschaft von G ott und dem Menschen als dem vollkommenen P rinzip und der vollkommenen Idee verleiht, erwacht die Welt im Ernste zu der unbedingten Wahrheit und ihren weitreichenden Folgen.