
Editorials
Als Christus Jesus, wie im Evangelium des Markus erzählt wird, zu den elf Jüngern, die am Tische saßen, die Worte sprach: „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur,“ hatte er ohne Zweifel die Erlösung der ganzen Menschheit, ohne Unterschied der Rasse und der Nationalität im Sinne, denn die Worte „aller Kreatur“ können kaum dahin ausgelegt werden, daß irgendeine Rasse oder irgendein Volk abgesondert oder ausgeschieden werden soll. Und es ist offenbar, daß mit dem Evangelium, das gepredigt werden sollte, die Botschaft der W ahrheit, der Erlöser der Menschheit, gemeint ist.
Auf Seite 249 von „Miscellaneous Writings,“ wo Mrs. Eddy, unsere geliebte Führerin, über „ L iebe“ schreibt, sagt sie folgendes: „Welch ein Wort! Ich stehe in Ehrfurcht davor.
Es besteht in unseren Tagen ein großes Bedürfnis nach dem Geist der Milde unter den Menschen. Dieses Bedürfnis besteht allerdings immer; aber es scheint, als ob die Welt sich in den eben vergangenen Jahren so an Streit gewöhnt hat, daß sie noch immer an ihrem streitsüchtigen Gemütszustand festhält.
Sobald Menschen sich zusammentun, um eine gemeinschaftliche Sache zu fördern, tritt zugleich die Notwendigkeit des Aufstellens bestimmter Maßregeln zutage, damit in geordneter und wirksamer Weise vorgegangen werden kann. Ein bedeutungsvolles Ereignis in Verbindung mit dem Landen der Pilger-Väter an den Ufern der neuen Welt,— ein Ereignis, bei dem die darauffolgenden Generationen gerne mit an Staunen grenzender Bewunderung verweilten,— war die Zusammenkunft jener tapferen Seefahrer in der kleinen Kajüte der Mayflower, um dort ein Bündnis auszuarbeiten und dasselbe als die Grundlage der Regierungsform für die Gemeinde, welche sie zu gründen im Begriffe waren, anzunehmen.
Die Christliche Wissenschaft lehrt die Welt, daß die Macht G ottes unbegrenzt, ja, daß sie die einzig wahrhaft bestehende Macht ist. Wer diese Behauptung zum erstenmal hört, ist wohl geneigt, ernste Zweifel zu hegen.
Christliche Wissenschafter , welche die Herausgabe der ersten Auflage des Kirchenhandbuches miterlebt haben, erinnern sich gewiß, wie verschiedenartig der Empfang war, der diesem Buche im allgemeinen seitens der christlich-wissenschaftlichen Felder zuteil wurde. Es gab Anzeichen der Unruhe, der Unzufriedenheit und der aufrührerischen Widerspenstigkeit, aber es gab auch genügend Vertrauen auf G ott und Mrs.
Die Christliche Wissenschaft wie Mary Baker Eddy sie offenbart, rüstet die Menschheit mit einer vollen, allumfassenden und heute möglichen Erlösung von allem Gottunähnlichen aus, das heißt von allem, das nicht dem Guten gleichkommt; und sie beweist ihren praktischen Wert durch ihre Werke. Für alle, die ihre Lehren dem Buchstaben wie dem Geiste nach gehorsam befolgen, ist sie der Weg zur Seligkeit, Gesundheit, Harmonie und Heiligkeit.
Mit der vor kurzem erfolgten Entscheidung des Obersten Gerichtshofes des Staates Massachusetts, ist einem jeden Mitgliede Der Mutter-Kirche die Gelegenheit geboten, das Seine beizutragen, damit unsere Zeitschriften baldigst wieder die Stellung einnehmen, die ihnen als Hilfsmittel zur öffentlichen Verbreitung der Christlichen Wissenschaft gebührt, deren Wesen in ihrer Reinheit und Vollständigkeit allein in den Schriften unserer Führerin enthalten ist. Volle Genugtuung ist denen geworden, die unerschüttert an dem festhielten, was ihrer Überzeugung nach Mrs.
Unendliche , göttliche Intelligenz und ihr Ausdruck brauchen sich nicht gegen irgend etwas zu rüsten; denn außerhalb der Unendlichkeit, welche alles ist was ist, kann es nichts geben. Die eigentliche Unendlichkeit des einen G emütes und seiner Offenbarwerdung ist vollkommene Freiheit und vollkommener Schutz gegen jede Annahme von einem Gegenteil.
Die Zuflucht zum Kriege, zur Entscheidung menschlicher Zwistigkeiten, ist in den hauptsächlichsten Leidenschaften des sterblichen Gemütes festgewurzelt. Für den primitiven Menschen war das Kämpfen so natürlich wie schlafen und essen.