
Editorials
Ein Aufsatz in den Christian Science Zeitschriften ist weit mehr als eine Predigt, eine Unterweisung, eine Abhandlung oder ein Argument. Um das P rinzip zu offenbaren muß er die Ganzheit der Intelligenz kundgeben, an Stelle von allermöglichen Annahmen von menschlicher Untätigkeit, Verwirrung und Übertätigkeit.
Nichts hat dem menschlichen Geschlecht mehr Schwierigkeiten verursacht als die Gewohnheit des Nachfolgens und des Nachgefolgtwerdens. Es ist ein Fehler welcher auf der einen Seite dem Ehrgeiz und der Eitelkeit schmeichelt und auf der anderen der Schwäche und der Trägheit zusagt.
Kinder , wie andere Leute, müssen täglich wissen, daß Christus hier ist, gerade jetzt. In der Christian Science lernt man, daß W ahrheit, die den Platz einer jeden Form des Irrtums einnimmt, der Heiland ist und immer war.
Die Welt hat sich verändert seit Moses den Leuten am Sinai die Bestimmungen des Gesetzes übergab. Die alten zeremoniösen Beobachtungen erweisen sich mit jedem Tag weniger befriedigend.
Inmitten des Lärmes und der Hast der Stadt mag man sich nach der Stille der Berge oder der Stille des Waldes sehnen; aber in physischer Einsamkeit, weit entfernt von Eisenbahnen und Menschen, sehnt man sich vielleicht nach dem Stadtleben. Ein jedes dieser Verlangen entspringt der Tatsache, daß man sich auf den sterblichen Sinn verläßt, der, in der Christian Science, durch die wahrhaft tätige, von irdischen Umständen unabhängige Ruhe des göttlichen G emütes ersetzt werden muß.
Die Welt hat ihren Götzendienst nicht aufgegeben, weil sie zu zivilisiert geworden ist um sich vor steinernen Bildern zu beugen. Die heutigen Götzen sind keine goldene Kälber, keine olympische Gottheiten, mit mehr als dem gewöhnlichen Anteil menschlicher Untugenden; sie sind die Untugenden selbst, die von diesen Gottheiten entlehnt und als Gedankenbilder festgehalten werden.
Im ganzen Lebenslauf ist das, was wahr ist, das einzige was je wirklich zählt. Tatsächliche Intelligenz ist sich nur des Guten bewußt.
Die Idee der Welt über Friede ist zu oft nur eine sinnliche Ruhe, und das Beste, das wohl darüber gesagt werden kann, ist, daß er irgendeine Form des Wohlseins der Sinne darstellt. Der Grund dafür ist des gewöhnlichen Menschen fester Glaube an die Wirklichkeit der Materie, der ihn natürlich veranlaßt alles nach einem materiellem Standpunkt zu bemessen.
Der Mensch muß für das, was er vor allem rechtmäßig wünscht, arbeiten, bis er es als das Seine beweist. Wenn man darum nicht alle Heilung zu erfahren schien, die man durch die Christian Science erhofft hat, sollte eifriger denn je, und mit dem eigentlichen Geist des Gebetes, das sich in aufrichtigem Verlangen und standhaftem richtigen Leben äußert, gearbeitet werden.
Die große Schwierigkeit eines gewöhnlichen Kommentars über das Buch der Offenbarung ist, daß der Sinn des Schreibers vom materiellen anstatt vom geistigen Standpunkt aus betrachtet wird. Es ist völlig wahr, daß der Ausleger den materiellen Standpunkt, von dem aus er gewöhnlich folgert, als geistigen Standpunkt beschreibt, aber das macht ihn gerade aus diesem Grunde eher noch materieller.