
Editorials
Beim Studium der Christian Science ist es besonders weise, wenn man den Rat Bacons befolgt: “Leset, nicht um widersprechen oder widerlegen zu wollen, noch um das Gelesene zu glauben oder als wahr anzunehmen, noch um Rede- und Unterhaltungsstoff zu finden, sondern um es abzuwägen und darüber nachzudenken. ” Wenn ein Studierender an seinen vorgefaßten Meinungen und Vorurteilen festhält, während er denkt er erforsche eine Sache, wird er weniger rasch vorwärtskommen als wenn er der dargebotenen Wahrheit wirklich intelligente Aufmerksamkeit schenkt.
Als Mrs. Eddy die Nichtsheit des Bösen erkannte, fand sie den Weg zu seiner Zerstörung.
Durch das Studium der Christian Science lernt man, daß es tatsächlich keine Unmöglichkeiten gibt. Die meisten Leute wissen, daß Christus Jesus gesagt hat: „So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
Eine halbe Wahrheit ist schlimmer als eine ganze Lüge. Erstens ist sie notwendigerweise absichtlicher, denn weil ihr der Mut zu einer ausgesprochenen Lüge fehlt, gibt sie sich den Anschein der Wahrheit.
Ein einziger, richtiger Beweggrund führt einen Menschen siegreich durch einen scheinbaren Chaos falscher Zustände hindurch. Dies lehrt der Schüler der Christian Science inmitten der schlimmsten Suggestionen des Bösen.
Der berühmte österreichische, jüdische Philosopher, Dr. Max Nordau, den man mit Hiob und Hosea verglichen hat, predigte wieder einmal über die Notwendigkeit, daß der Staat die Sittlichkeit des Bürgers annehmen und danach leben müsse.
Die Umwälzung der menschlichen Weise des Denkens und Handelns, die während dem Krieg zutage trat, muß weiter gehen, bis, wie Paulus sagte: „wir zerstören damit die Anschläge und alle Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes“ und ein jeder Gedanke „unter den Gehorsam Christi“ gebracht worden ist. Dieses Zerstören aller Anschläge ist nicht nur in der Politik der Nationen, in den Beziehungen zwischen Kapitalist und Arbeiter und in Angelegenheiten von Organisationen, sondern auch in Familien und in persönlichen Tätigkeiten jeder Art augenscheinlich.
Die protestantische Kirche hat die Lehre der persönlichen Verantwortung immer in den Vordergrund gestellt. Der Grund dafür ist offensichtlich: Der Protestant weigert sich je zuzugeben, daß irgend jemand, in irgendeiner Weise, die Verantwortung der Gedanken und Handlungen seines Nächsten übernehmen könne.
Während dem Krieg ist mit Recht gehofft worden, daß der Aufregung eine Zeit besserer Arbeit, weiseren Denkens und in jeder Hinsicht wirklicher Fortschritt folgen würde. Doch ist bewiesen worden, daß dadurch, daß man nur in die Zukunft schaut, das Gute der Gegenwart übersehen werden mag.
Die Welt ist der Leute, die anstatt der alten immer neue Lampen anbieten, äußerst müde. Sie hat gelernt, daß das der gewöhnliche Weg des Geschäftslebens ist und daß die Bereicherung des Geschäftsmannes, die diesem Vorgang folgt, die Hauptsache dabei ist.